Balkonabsturz: Nachbar-Balkon noch immer gesperrt

von Jan Borner


Noch kein Nachweis der Standsicherheit für den gegenüberliegenden Balkon. Symbolfoto: Jan Borner/Archiv
Noch kein Nachweis der Standsicherheit für den gegenüberliegenden Balkon. Symbolfoto: Jan Borner/Archiv | Foto: Jan Borner



Wolfenbüttel. Nach dem Balkonabsturz vom 16. April in Wolfenbüttel, bei dem neun Menschen zum Teil schwer verletzt worden sind, wurde aus Sicherheitsgründen auch ein gegenüberliegender Balkon von der Bauaufsicht gesperrt, bis gutachterlich nachgewiesen wird, dass dieser Balkon standsicher ist. Wie die Stadtverwaltung auf Anfrage unserer Online-Tageszeitung erklärte, liegt der Stadt auch heute noch kein positiver Nachweis der Standsicherheit vor, sodass der Balkon noch immer gesperrt ist.

In Bezug auf den abgestürzten Balkon ermittelt die Polizei Wolfenbüttel in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Braunschweig wegen des Verdachts der Baugefährdung und wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es bislang "noch nichts Neues mitzuteilen", sodass über mögliche Konsequenzen auch noch nichts entschieden sei. Nach einer vorläufigen Auswertung des von Polizei und Staatsanwaltschaft Braunschweig in Auftrag gegeben Gutachtens eines Bausachverständigen ist weiterhin der Bruch eines morschen Tragbalkens als Hauptursache des Unglücks anzunehmen. Zudem ergeben sich aus dem Gutachten Anhaltspunkte, dass der Balkon nicht fachgerecht nach den damaligen Vorgaben des Statikers erstellt worden ist. Ob dieses ebenfalls als weitere Ursache für den Balkonabsturz in Frage kommt, müssen die Ermittlungen zeigen.


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