Wolfenbüttel. Der zugepflasterte und nur wenig begrünte Schlossplatz erhitzt nicht nur das Stadtklima, sondern in Diskussionen oft auch die Gemüter. Jetzt denkt die Stadtverwaltung über Anpassungen nach.
Der Wolfenbütteler Schlossplatz, wie wir ihn heute kennen, ist das Ergebnis eines Bürgerbeteiligungsprozesses mit darauf aufbauendem Realisierungswettbewerb. Im Oktober 2016 hatte der Rat der Stadt Wolfenbüttel den Entwurf zur Umgestaltung einstimmig beschlossen. Der damalige Vorsitzende des Ausschusses für Bau, Stadtentwicklung und Umwelt, Stefan Brix von den Grünen, drückte explizit seine Freude über die Beschlussvorlage und die Zufriedenheit mit dem Gesamtprozess aus. Drei Jahre später konnte der fertiggestellte Platz eingeweiht werden.
Schlossplatz Wolfenbüttel: Bürgermeister teilt Ideen für mehr Aufenthaltsqualität
Dass die Neugestaltung auf einen Bürgerbeteiligungsprozess zurückzuführen ist und man sich auch in die langen Diskussionen um die Neugestaltung mit Meinung und Vorschlägen hätte einbringen können, scheint heute oftmals nicht mehr präsent zu sein. Und so flammen immer wieder die Rufe nach mehr Begrünung und weniger Beton auf dem Schlossplatz auf. So auch beim neuen Dialogformat "Frag den Bürgermeister" von Ivica Lukanic am vergangenen Samstag. Der erklärte, dass sich die Stadtverwaltung derzeit tatsächlich mit der Frage beschäftige, wie man den Schlossplatz gemütlicher bekommt, machte aber auch deutlich: "Wir werden nicht wieder umgestalten!"
Es seien Ideen der Stadtverwaltung, die man derzeit jedoch nicht mit höchster Priorität verfolge und auch explizit kein Versprechen, so der Bürgermeister. Am Ende müsste es auch die Kapazitäten zur Umsetzung geben. Apropos Veranstaltungen auf dem Schlossplatz: hier wird auch in diesem Jahr wieder der Weihnachtsmarkt stattfinden. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel "Weihnachtsmarkt Wolfenbüttel: Die Entscheidung ist gefallen".