Botolismus: Landtags-LINKE fordern Meldepflicht bei Tieren


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Die Linke im Landtag hat eine Meldepflicht für die Krankheit Botulismus bei Tieren gefordert. Außerdem müsse die Landesregierung eine intensivere Aufklärung und Forschung zu Botulismus unterstützen.

Laut Medienberichten sind derzeit Höfe in Schleswig-Holstein von dieser Krankheit betroffen, die auch auf den Menschen übertragen wird. Auch in Niedersachsen wurde immer wieder über „chronischen“ Botulismus in Rinderbeständen und über Krankheitsfälle bei Menschen berichtet. „Obwohl Botulismus eine altbekannte Krankheit ist, gibt es Anzeichen dafür, dass es veränderte Ursachen und neue Übertragungswege gibt“, sagte Marianne König, die agrarpolitische Sprecherin der Fraktion. Bislang gebe es keine standardisierte Diagnostik und auch keine zentrale Erfassung. „Solange keine systematische Meldung und Analyse erfolgt, tappen wir bei der Frage nach Ursache und Übertragungsweg im Dunkeln.“

Zwar habe das Bundeslandwirtschaftsministerium eine Vergleichsuntersuchung zur Diagnostik von Botulismus in Deutschland in Auftrag gegeben, doch das niedersächsische Landwirtschaftsministerium schlafe anscheinend. „Die Universität Leipzig hat darauf hingewiesen, dass ein Zusammenhang zwischen Unkrautvernichtungsmittel und Botulismus bestehen könnte.

Die Medizinische Hochschule in Hannover weist auf Botulismus-Erkrankungen bei Menschen hin, die engen Kontakt mit Rindern hatten“, so König. Die Düngung mit organischen Düngern und mit Gärresten aus Biogasanlagen stünden im Verdacht, Botulismus auszulösen.  „Vor diesem Hintergrund ist es unverantwortlich, dass sich das Ministerium nichts tut“, so König. Agrarminister Gert Lindemann müsse sich dafür einzusetzen, dass die Diagnostik vereinheitlicht und Botulismus zur meldepflichtigen Tierkrankheit erklärt werde. Aber auch ohne auf die Bundesebene zu warten, müsse Lindemann in Niedersachsen eine Meldepflicht und systematische Analysen einführen.


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