Wolfenbüttel. Die Lessingstadt ist jetzt offiziell eine City-Ticket-Stadt: Bahnreisende können künftig die Buslinien im gesamten Stadtgebiet nutzen, ohne ein zusätzliches Ticket zu kaufen. Doch wer trägt eigentlich die Kosten für das neue Angebot?
Auf Nachfrage von regionalHeute.de erklärte die Stadtverwaltung, dass für die Stadt keine Kosten entstehen würden – das DB-City-Ticket werde vollständig von der Deutschen Bahn finanziert. Auch ein finanzieller Ausgleich für entgangene Fahrgeldeinnahmen würde seitens DB Fernverkehr, basierend auf Kundenbefragungen, Marktforschung und Verkaufszahlen, erfolgen. Die Stadt selbst sei weder vertraglich noch finanziell beteiligt, es entstünden keine städtischen Ausgaben.
Warum wurde das Angebot eingeführt?
Die Initiative zum Ticket sei von der Stadt Wolfenbüttel ausgegangen. Ziel war es, die An- und Abreise mit der Bahn nutzerfreundlicher zu gestalten und die Weiterfahrt vom Bahnhof ins Stadtgebiet zu vereinfachen. Das Projekt sei im Dialog mit dem VCD Wolfenbüttel entstanden und wurde in Abstimmung mit dem Verkehrsverbund Region Braunschweig (VRB) umgesetzt.
Die Teilnahme wurde zwischen VRB, DB Fernverkehr und dem VDV (Verkehrsverband Deutscher Verkehrsunternehmen) abgestimmt. Dieses Verfahren sei bundesweit einheitlich und wurde auch bei den bereits in das System integrierten Städten Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg angewendet, so Stadtsprecher Thorsten Raedlein.

