Wolfenbüttel. Das Darmkrebszentrum Wolfenbüttel - ein Netzwerk mit mehr als 20 Kooperationspartnern der Region - hat erneut erfolgreich die Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft erfüllt und darf weiterhin die Bezeichnung „Zertifiziertes Zentrum" tragen. Dies teilt das Städtische Klinikum in einer Pressemitteilung mit.
„Das Darmkrebszentrum ist seit vielen Jahren fester Bestandteil unseres Klinikums und wichtige Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger der Region. Die erneute Zertifizierung freut uns sehr, da mit ihr auch Sicherheit in der Versorgung für unsere Patienten und Verlässlichkeit in der Zusammenarbeit für unsere langjährigen Kooperationspartner verbunden ist", erklärt Axel Burghardt, Geschäftsführer des Städtischen Klinikums.
Hohe Qualität der Behandlung bestätigt
So wurde vor allem die sehr gute Behandlungsqualität und der niedrigschwellige Zugang der Patienten zum Zentrum im Rahmen der zweitätigen externen Überprüfung von den unabhängigen Fachexperten festgestellt. Darüber hinaus erwähnten die Prüfer einen weiteren, wesentlichen Aspekt: „Das hohe Engagement unseres gesamten Teams wurde im Auditbericht besonders hervorgehoben, was uns sehr stolz macht und in unserer täglichen Arbeit bestätigt", so Dr. Dirk Edelhäuser, Leiter des Darmkrebszentrums Wolfenbüttel. Die Zertifizierung und Etablierung des Darmkrebszentrums sei mit einem enormen Aufwand verbunden, führe jedoch zu einer messbaren Qualitätssteigerung der Versorgung, so Edelhäuser.
Jährlich rund 100 Patienten
Im Darmkrebszentrum, welches als erstes der Region 2014 von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert wurde, werden jährlich rund 100 Patienten mit der Diagnose Darmkrebs behandelt. „Eine optimale Behandlung von Darmerkrankungen - insbesondere von Dickdarm- und Mastdarmkrebs – gelingt nur durch eine optimale Zusammenarbeit aller beteiligten medizinischen Fachbereiche. Um eine perfekte Abstimmung aller geforderten Fachgebiete zu erreichen, bedarf es eines klaren Konzepts, auf dem sowohl die Diagnostik als auch die Behandlung aufbauen können", erörtert Dr. Tilmann Dreßel, Koordinator des Darmkrebszentrums.
Gleichzeitig bedeute es, dass Patienten eines zertifizierten Zentrums sicher gehen können, mit einem Höchstmaß an geprüfter Kompetenz, Aktualität und Qualität betreut zu werden.
Zweithäufigste Tumorerkrankung bundesweit
In Deutschland erkranken in jedem Jahr rund 56.000 Menschen an Darmkrebs – statistisch ist jeder 15. Bundesbürger und jede 19. Bundesbürgerin im Laufe des Lebens davon betroffen. Etwa 23.000 Menschen sterben jährlich an dieser Krankheit. Mit einem Anteil von zirka 15 Prozent an allen Krebsarten handelt es sich sowohl bei Frauen als auch bei Männern um die zweithäufigste Tumorerkrankung.
Laut einer Untersuchung des Deutschen Krebsforschungszentrums konnten durch die Vorsorgekoloskopie innerhalb von zehn Jahren deutschlandweit 180.000 Darmkrebsfälle vermieden und 40.000 Darmkrebsfälle in einem sehr frühen und damit heilbaren Stadium entdeckt werden. Bundesweite Kampagnen wie der seit 2002 jährlich stattfindende „Darmkrebsmonat März", initiiert u.a. durch die Felix Burda Stiftung, leisten diesbezüglich wichtige Aufklärungsarbeit.
Vorsorge beste Therapie
Die beste „Therapie" des Darmkrebses bleibe die Vorsorge, so das Team des frisch zertifizierten Darmkrebszentrums des Städtischen Klinikums. Weitere Informationen zum Darmkrebszentrum sind auf der Homepage des Klinikums unter www.klinikum-wolfenbuettel.de zu finden. Infos zum „Darmkrebsmonat März" auf der Homepage der Felix Burda Stiftung unter www.felix-burda-stiftung.de.

