Diakonie-Kolleg Wolfenbüttel ist „Schule ohne Rassismus“

Das Diakonie-Kolleg Wolfenbüttel wurde offiziell im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aufgenommen.

Jubel der Schulgemeinschaft über die Aufnahne in das bundesweite Netzwerk.
Jubel der Schulgemeinschaft über die Aufnahne in das bundesweite Netzwerk. | Foto: Gunnar Schulz-Achelis

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Wolfenbüttel. Das Diakonie-Kolleg Wolfenbüttel gehört ab sofort dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an, dem in Niedersachsen über 350 Schulen angehören. Rund 300 Schülerinnen und Schüler feierten die Aufnahme gemeinsam mit Lehrkräften und Gästen im Rahmen einer Veranstaltung, bei der das offizielle Motto-Metallschild der Initiative enthüllt wurde.



Zum Auftakt betonten die Schülervertreter Julian Meyer und Emily Liebelt den Anspruch der Schülerschaft, bei Diskriminierung nicht wegzusehen, sondern betroffenen Personen aktive Unterstützung anzubieten. Schulleiter Jan-Hendrik Prüße schloss sich dieser Haltung an und verwies auf den gesellschaftlichen Auftrag von Bildungseinrichtungen. Die Schule sei kein wertneutraler Ort, weshalb demokratische Grundwerte klar gegenüber extremistischen Tendenzen verteidigt werden müssten.

Diskussion über den Schulalltag und Prävention


Enthüllung des Schildes mit (von links) Schülervertreter Julian Meyer, SV-Kollegin Emily Liebelt, Schulleiter Jan-Hendrik Prüße und Benjamin Franz vom Kultusministerium.
Enthüllung des Schildes mit (von links) Schülervertreter Julian Meyer, SV-Kollegin Emily Liebelt, Schulleiter Jan-Hendrik Prüße und Benjamin Franz vom Kultusministerium. Foto: Gunnar Schulz-Achelis


In einer anschließenden Podiumsdiskussion erörterten Lernende, Lehrende und Gäste konkrete Fragen des Schulalltags. Die Schülersprecherinnen Alea Meyer und Mira Hinze thematisierten dabei den Wunsch nach einem wohlwollenden Miteinander, regten ein Courage-Training für Schulanfänger an und sprachen den Umgang mit Grenzüberschreitungen an. Schulsozialarbeiterin Bettina Nick verwies in diesem Zusammenhang auf bereits etablierte Beschwerdeverfahren und Präventionsarbeit an der Schule.


Der Erste Stadtrat Thorsten Drahn berichtete aus eigener Erfahrung über das Potenzial persönlicher Begegnungen zum Abbau von Vorurteilen und bot der Einrichtung die Unterstützung der Stadt Wolfenbüttel bei der Vermittlung von Vorträgen, Workshops und Projekten an. Benjamin Franz vom Kultusministerium würdigte den Beitritt der Schule als vorbildhaft für die Region.

Vielfalt im Schulleben und Ausblick


Als praktische Maßnahme stellten Schülerinnen und Schüler ein geplantes Buddy-System vor, das Mitschulenden bei schulischen und alltäglichen Fragen als Anlaufstelle dienen soll. Um die sprachliche Vielfalt der Schülerschaft abzubilden, wurde der Aufruf dazu in den Sprachen Arabisch, Französisch, Türkisch und Russisch verlesen. Musikalisch gerahmt wurde die Veranstaltung durch einen gemeinsamen Beitrag der Klasse FSP 26-28C.

Die Initiative für die Bewerbung ging vor einem halben Jahr von der Lehrkraft Sina Barnstorf-Brandes aus. Mit der Auszeichnung verbindet das Kolleg den Anspruch, die Grundsätze der Initiative langfristig im Schulalltag zu verankern.

Interessierte erhalten weitere Informationen zur Ausbildung direkt beim Diakonie-Kolleg Wolfenbüttel. Zum 1. Februar sind in den Teilzeit-Bildungsgängen Sozialpädagogische Assistenz sowie Pflegefachperson noch freie Schulplätze verfügbar.