Sie sind hier: Region > Wolfenbüttel >

Region: Große Bestürzung über Tod von Rüdiger Becker



Große Bestürzung über Tod von Rüdiger Becker

Der Vorstandsvorsitzende der Evangelischen Stiftung Neuerkerode, Pfarrer Rüdiger Becker, starb am Dienstag an den Folgen eines schweren Fahrradunfalls.

Rüdiger Becker
Rüdiger Becker Foto: Evangelische Stiftung Neuerkerode/Nina Stiller

WhatsApp
facebook
Twitter
LinkedIn
E-Mail

Braunschweig/Wolfenbüttel. Große Bestürzung herrscht bei der Stiftung Neuerkerode und der Landeskirche Braunschweig über den plötzlichen Tod von Rüdiger Becker
. Der Vorstandsvorsitzende der Evangelischen Stiftung Neuerkerode, Pfarrer Rüdiger Becker, starb am Dienstag an den Folgen eines schweren Fahrradunfalls. Er wurde nur 59 Jahre alt.



Die Evangelische Stiftung Neuerkerode (esn) bringt ihre Bestürzung und ihr Mitgefühl am Dienstag in einer Presseerklärung zum Ausdruck. Darin heißt es: "Der 59-jährige passionierte Pfarrer, fünffache Vater und Menschenfreund leitete die Geschicke der esn seit dem 1. Oktober 2005 und entwickelte die über 150 Jahre alte Stiftung zu einem umfassenden Versorgungsnetzwerk zur Förderung von Inklusion, Gesundheit und Lebensqualität. „Wir sind unendlich traurig über den plötzlichen Verlust von Rüdiger Becker, und unsere Gedanken sind bei seiner Familie“, äußerten sich Jessica Gümmer-Postall und Ingo Beese, beide Mitglieder des esn-Vorstands. „Neben seiner fachlichen Kompetenz als Theologe und Sozialwissenschaftler wird uns Rüdiger Becker als empathischer, lebensfroher und zugewandter Freund und Kollege unglaublich fehlen. Viele organisatorische Fragen werden in den kommenden Tagen zu klären sein. Unser Fokus liegt jedoch zunächst im Austausch mit unseren Mitarbeitenden und Kooperationspartnern, um diese für alle völlig unerwartete Situation gemeinsam durchstehen zu können.“

Trauer auch in der Landeskirche


Auch Landesbischof Dr. Christoph Meyns habe mit Bestürzung auf den plötzlichen Tod des Vorstandsvorsitzenden reagiert. „Ich bin schockiert und tief traurig, dass Rüdiger Becker bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Ich bete für ihn und seine Familie, der ich viel Kraft in dieser Grenzsituation wünsche.“


Der Landesbischof würdigte Beckers diakonisches Engagement. „Er hat die Evangelische Stiftung Neuerkerode zu einem herausragenden Lebensort für Menschen mit Behinderungen gemacht.“ Stets sei es ihm darum gegangen, ihre Chancen auf gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe zu erhöhen und ihnen ein möglichst selbstbestimmtes, würdevolles Leben zu ermöglichen. Dafür habe er sich auch politisch in Niedersachsen und darüber hinaus eingesetzt.

Auch Oberlandeskirchenrat Thomas Hofer, Aufsichtsratsvorsitzender des Diakonischen Werkes evangelischer Kirchen in Niedersachsen (DWiN), reagierte in Wolfenbüttel tief betroffen: „Die Diakonie verliert mit ihm einen herausragenden Fürsprecher für die Schwachen in unserer Gesellschaft, für die sich die Evangelische Stiftung Neuerkerode in vielfältiger Weise eingesetzt hat.“

Das christliche Menschenbild, das in jedem Menschen das Ebenbild Gottes sehe, sei Rüdiger Beckers Leitbild gewesen. Sein sozialpolitisches Engagement und seine Sachkunde in diakonischen Fragen seien ein schmerzlicher Verlust. Darüber hinaus drückte auch Hofer Beckers Familie sein Beileid aus: „Meine Gebete gelten den Angehörigen, denen ich in Gedanken eng verbunden bin.“

Tief betroffen hat Oberbürgermeister Ulrich Markurth auf den Tod des Direktors und Vorstandsvorsitzenden der Evangelischen Stiftung Neuerkerode Rüdiger Becker reagiert. "Meine Gedanken sind bei seiner Familie, der ich Kraft wünsche angesichts dieses plötzlichen und schlimmen Verlusts. Ich kannte Rüdiger Becker seit vielen Jahren aus intensiver Zusammenarbeit in zahlreichen Projekten. Ich habe ihn menschlich wie fachlich sehr geschätzt. Mit seinem Engagement, seiner hohen Vernetzung und seinen Ideen hat er die für das soziale Leben, die Integration von Menschen mit Behinderung und die Gesundheitsversorgung in unserer Region so wichtige Stiftung geprägt und weiterentwickelt. Er hinterlässt eine große Lücke. Meine guten Wünsche begleiten auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung in dieser schwierigen Situation."


zur Startseite