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Wolfenbüttel: Katalysatorendiebe vergessen Tatwerkzeug - Feuerwehr muss helfen



Katalysatorendiebe lassen Werkzeug zurück - Feuerwehr muss Auto "befreien"

Die Rettungsschere, die unter einem Auto nahe des Lessingstheaters klemmte, ist laut Feuerwehr vermutlich ebenfalls gestohlen.

von Marvin König


(Symbolbild)
(Symbolbild) Foto: Max Förster

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Wolfenbüttel. Im Falle der Diebstahlserie bei Katalysatoren musste sich am gestrigen Montagabend gegen 22 Uhr sogar die Feuerwehr Wolfenbüttel einschalten. Wie diese auf ihrer Facebook-Seite berichtet, klemmte unter einem Auto auf einem Parkplatz nahe des Lessingtheaters eine sogenannte Rettungsschere. Diese könnte bei der Feuerwehr gestohlen worden sein.



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Polizeisprecher Frank Oppermann bestätigt den Vorfall: "Die Schere wurde wahrscheinlich verwendet, um den Katalysator zu entwenden". Näheres zu den Umständen, wie sie dorthin gelangt ist und weshalb sie zurückgelassen wurde, wisse man jedoch derzeit noch nicht. Der Fahrer habe das ungewöhnliche Anhängsel an seinem Fahrzeug vor Abfahrt festgestellt, das Auto habe dort schon länger gestanden.

Mit der Rettungsschere wird normalerweise durch das Blech von Autos geschnitten, um eingeklemmte Personen zu befreien. Wenn diese also verklemmt, braucht es ebenso schweres Gerät, um diese wieder freizubekommen. Zu diesem Zweck forderte die Polizei die Feuerwehr Wolfenbüttel an, Brandmeister vom Dienst Kai Strömel habe seinerseits ein Hilfeleistungsfahrzeug (HLF) und einen Rüstwagen (RW) nachgefordert, um das notwendige Equipment vor Ort zu haben. Die mutmaßlich gestohlene Rettungsschere wurde freigeschnitten und an die Polizei übergeben. Wie die Feuerwehr weiter berichtet, gab es schon Anfragen von Wachen, aus denen eine Rettungsschere des schlauchgebundenen Modells der Marke Weber gestohlen worden sei.

Polizei ermittelt weiter


Mit der spektakulären Festnahme von fünf Katalysatorendieben in Braunschweig ist die Angelegenheit für die Polizei in Wolfenbüttel jedoch keinesfalls abgeschlossen. Oppermann erklärt: "Natürlich fahnden wir auch weiter nach Tätern und schauen, wo welche Tatzusammenhänge bestehen könnten."


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