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Keine zusätzlichen Lieferungen: Niedersachsens Impfplan für Schüler auf der Kippe



Keine zusätzlichen Lieferungen: Impfplan für Schüler auf der Kippe

Auch die Zulassung des Impfstoffes und eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission fehlen noch.

von Alexander Dontscheff


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Rudolf Karliczek

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Niedersachsen. Erst am Dienstag stellte die Niedersächsische Landesregierung einen Impfplan für rund 450.000 Schülerinnen und Schüler im Alter von zwölf bis 19 Jahren vor (regionalHeute.de berichtete). Doch nach dem Bund-Länder-Impfgipfel am heutigen Donnerstag steht dieser Plan auf der Kippe. Das berichtete Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil im Anschluss an das Treffen in einer Pressekonferenz.



Wie Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens am Dienstag noch betont hatte, ist eine Voraussetzung für die Durchführung des Impfplans, dass die nötigen Impfdosen vom Bund zusätzlich geliefert werden. Doch davon habe Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am heutigen Donnerstag nichts mehr wissen wollen, berichtete Stephan Weil. Dementsprechend groß sei die Enttäuschung bei den Ländern gewesen, denn im ursprünglichen Beschluss habe eindeutig das Wort "zusätzlich" gestanden.

Wartelisten jetzt schon lang


Nun müsse man sehen, wie es mit dem Impfplan weiter gehe. Angesichts der langen Wartelisten in den Impfzentren sei es schwierig dort Kapazitäten abzuziehen. Denkbar sei, dass die Impfungen der Schüler auch über die Hausärzte erfolgen. Momentan wisse man aber gar nicht, wieviele Schülerinnen und Schüler überhaupt geimpft werden dürfen und wollen. Die Zulassung des Impfstoffes von BionTech-Pfizer für Zwölf- bis 16-Jährige durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) stehe noch aus. Weil betonte, dass nur diese rechtlich verbindlich sei. Für die Ärzte und die allgemeine Wahrnehmung sei aber auch die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) von Bedeutung. Hier deute sich laut Weil an, dass diese nur für einen Teil der betreffenden Schüler eine Empfehlung aussprechen werde. Der Ministerpräsident würde sich allerdings wünschen, dass hier ein einheitliches Bild vermittelt werde und dass sich nicht EMA und Stiko nicht widersprächen.


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