Klasse Orte sollen im Landkreis entstehen

Die Stiftung Zukunftsfonds Asse sucht kreative und innovative Ideen für Wolfenbüttel, die sie fördern will.

Hier ist Platz für neue klasse Orte (Symblbild).
Hier ist Platz für neue klasse Orte (Symblbild). | Foto: pixabay

Wolfenbüttel. Mit dem neuen Sonderförderprogramm „Klasse Orte – Mehrwert durch Miteinander“ eröffnet die Stiftung Zukunftsfonds Asse Initiativen, Vereinen und gemeinwohlorientierten Trägern im Landkreis Wolfenbüttel neue Möglichkeiten, niedrigschwellige, multifunktionale Begegnungsorte aufzubauen oder weiterzuentwickeln. Ab sofort können sich interessierte Projekte für die erste Förderphase bewerben.



Im Zentrum der Förderung stehen Orte, an denen Menschen zusammenkommen, Verantwortung übernehmen und ihr Leben im Dorf aktiv mitgestalten, berichtet die Stiftung in einer Pressemitteilung.

Klasse Orte sollen entstehen


„Klasse Orte“ sollen das soziale Miteinander stärken, Einsamkeit entgegenwirken, gesellschaftliche Impulse setzen und identitätsstiftend für die lokalen Gemeinschaften wirken. Sie bieten Raum für Austausch, neue Nutzungen, zivilgesellschaftliche Kooperationen und ein vielfältiges Programm – von Freizeit- und Kulturveranstaltungen über Bildungsangebote bis hin zu CoWorking, Dorfläden oder Treffpunkten für Initiativen.

Das Programm richtet sich an Menschen, die mit kreativen und innovativen Ideen die Lebensqualität vor Ort aktiv verbessern wollen. Gefördert werden sowohl Initiativen, die bestehende Orte wie Dorfgemeinschaftshäuser weiterentwickeln möchten, als auch Projekte, die neue Begegnungsorte zum Beispiel in Leerständen schaffen.

Die Förderung umfasst zwei Phasen: Phase 1 (15 Monate): Netzwerkaufbau, Testbetrieb und Konzepterarbeitung (maximal 40.000 Euro) und Phase 2 (2 Jahre): Etablierung einer nachhaltigen Verantwortungs-, Betriebs- und Finanzierungsstruktur zum Ziel (maximal 150.000 Euro). Der Fördersatz beträgt bis zu 90 Prozent, Eigenanteile können u. a. über bürgerschaftliches Engagement erbracht werden.

Die Vorstandsvorsitzende der Stiftung Landrätin Christina Steinbrügge sagt: „Mit den ‚Klasse Orten‘ stärken wir nicht nur konkrete Projekte vor Ort, sondern vor allem das, was unseren Landkreis ausmacht: das Miteinander einer engagierten und kreativen Gemeinschaft. Es sind Orte, die Menschen zusammenbringen, Ideen Raum geben und neue Impulse für unsere Dörfer und Städte setzen. Ich freue mich sehr über den Mut und die Inspiration derjenigen, die solche Orte gestalten und mit Leben füllen.“

Alle geförderten Projekte werden durch ein Programmbüro begleitet und nehmen an Qualifizierungs- und Vernetzungsformaten teil. Damit soll sichergestellt werden, dass Orte entstehen, die dauerhaft tragfähig, gemeinwohlorientiert und passgenau für lokale Bedarfe sind.

Bewerbungen für Phase 1 können ab sofort eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 20. April 2026. Benötigt werden unter anderem eine Projektskizze, Angaben zum Gebäude, ein grober Kostenplan sowie Nachweise über Gebäudezugriff und kommunale Unterstützung.

Als Beratung zur Antragstellung steht das Team von pro loco Projektberatung Gute Orte GmbH zur Verfügung: Dr. Ina Rateniek und Diana Westermann, Telefon: 02304 9118060, E-Mail: post@pro-loco.eu.

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