"Kraft getankt": KiTa kann nach Überlastung des Personals wieder öffnen

Aufgrund einer psychischen und physischen Überlastung der Erzieherinnen und Erzieher musste die städtische Kindertagesstätte Varieta geschlossen werden.

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Am Montag soll der Betrieb wieder aufgenommen werden.
Am Montag soll der Betrieb wieder aufgenommen werden. | Foto: Werner Heise

Wolfenbüttel. Nachdem die städtische Kindertagesstätte Varieta aufgrund einer psychischen Überlastung des Personals vorübergehend das Betreuungsangebot einstellen musste, soll es ab Montag nun wieder ohne Einschränkungen im Normalbetrieb weitergehen. Das teilte die Stadt Wolfenbüttel auf Anfrage von regionalHeute.de mit.



Seit Oktober gab es in der KiTa Varieta nahe der Salzdahlumer Straße einen sehr hohen Krankenstand unter den Erzieherinnen und Erziehern. Von insgesamt 29 pädagogischen Kräften war stets eine zweistellige Anzahl krank. Die Betreuung der Kinder konnte nur mit diversen Einschränkungen aufrechterhalten werden. Der physische und psychische Druck beim Personal stieg ins Unerträgliche, wie es seitens der Stadtverwaltung hieß, sodass diese nach einem Hilferuf ihrer Mitarbeiter die Reißleine zog.

"Den Knoten zerschlagen"


Mit einer Aussetzung der Betreuung in dieser Woche sollte ein neues "Fundament" für die Mitarbeiter geschaffen werden und versucht werden, aus der Spirale der Ereignisse auszubrechen. "Wir wollen den Knoten zerschlagen, dass es weiter geht", hatte der zuständige Dezernent Thorsten Drahn zur Sache erklärt und verwies darauf, andernfalls eine weitere Gefährdung der Gesundheit der Mitarbeiter, als auch eine daraus resultierende Kindeswohlgefährdung nicht ausschließen zu können.

Gemeinsam und unter medizinischer Begleitung wollte man in dieser Woche an einer Lösung arbeiten, was offenbar geglückt ist. "Ja, ein Lösungsweg wurde gefunden, das Team konnte Kraft tanken und daher kann die Kita am Montag wieder normal öffnen. Einschränkungen gibt es von unserer Seite nicht. Es wird auch noch eine entsprechende Information von der Kita-Leitung an die Eltern geschickt, damit diese informiert sind", heißt es am Freitagmittag aus dem Rathaus.

Für die Eltern der insgesamt 136 betreuten Varieta-Kinder gab es während der Schließzeit keine von der Stadt angebotene Alternative. Eine Betreuung der Kinder in anderen Kindertagesstätten der Stadt Wolfenbüttel sei aus Kapazitätsgründen nicht möglich gewesen.


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