Lebensmittel aus eigenem Anbau

Die Solidarische Landwirtschaft im Braunschweiger Land (SolaWi) arbeitet autark und nachhaltig. Sie sind nicht auf ausländische Saisonarbeiter angewiesen.

von Tanja Bischoff


Die Kartoffelernte 2019.
Die Kartoffelernte 2019. | Foto: Lea Nagel

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Groß Dahlum. Die Solidarische Landwirtschaft im Braunschweiger Land (SoLaWi) hat für 2020 noch Anteile für Gemüse, Obst und Eier und zusätzlich für Fleisch zu vergeben. Von April bis Dezember liefert die SoLaWi frisch geerntetes Obst und Gemüse aus nachhaltigem, regionalen Anbau an die verschiedenen Abholstationen hier in der Region.


Aktuell haben Erntehelfer es schwer nach Deutschland zu kommen. Und auch lange Transportwege gestalten sich in der momentanen Situation gerade schwierig. Die SoLaWi Dahlum arbeitet seit 2013 regional, autark und mit festen Mitarbeitern. Die Grundidee hierbei sei es, sich die Verantwortung für den Betrieb zu teilen. Der Hof versorgt seine Mitglieder mit den erzeugten Lebensmitteln. Diese finanzieren mit Ihren Anteilen die für das Jahr kalkulierten Kosten. Dabei werden alle Beteiligten in die Planung mit einbezogen. 17 der 130 Anteile sind in diesem Jahr noch zu vergeben. Die Ernte wird dann einmal pro Woche, von April bis Dezember, an die verschiedenen Abholstationen in Braunschweig und Wolfenbüttel geliefert, wo sie dann von den Mitgliedern, ganz ohne Einkaufsstress, abgeholt werden können.

„Viele Menschen fragen sich zur Zeit, ob die Versorgung mit frischen Waren gewährleistet ist. Wir arbeiten autark, züchten unsere Jungpflanzen selber. Jeder kann sich vor Ort von unserer Arbeit überzeugen und auch selber mitmachen“, erklärt Lea Nagel, die den Betrieb seit 2013 leitet. Dank der solidarischen Gemeinschaft könne der Betrieb seinen Mitarbeitern eine übertarifliche Zahlung anbieten und so nachhaltige, regionale und soziale Aspekte vereinen.

Tagfrisches Obst ohne Plastikmüll


Die Verbraucher erhalten, je nach Saison, tagfrisches Obst, Gemüse, Beeren, Kräuter und Eier, in ihrer eigenen Box und ohne Plastikmüll geliefert. Durch die biologisch-dynamische Anbauweise wird die Pflanzenvielfalt und auch die Natur und unsere Umwelt geschützt. Der Einsatz von Insektizid und Pestizid ist hier ebenfalls tabu. Zusätzlich können auch Fleischanteile erworben werden. Hier wird Fleisch und Wurst von den eigenen Schweinen, Schafen und ältere Legehennen angeboten.

Seit Januar 2013 betreibt Lea Nagel dieses Projekt mit Erfolg. Die Mitglieder der solidarischen Gemeinschaft treffen sich regelmäßig und planen gemeinsame Aktionen, wie Sommerfeste, Ernteaktionen oder auch mal einen Zaunbau. Für Interessierte gibt es regelmäßig Hofführungen, die aufgrund der aktuellen Situation jedoch erst einmal entfallen müssen. Auf der Homepage der SoLaWi gibt es jede Menge Informationen und wer noch einen Anteil erwerben möchte findet dort auch die Kooperationsvereinbarung.