Wolfenbüttel. Bereits zweimal hat das Jugendparlament Wolfenbüttel einen autofreien Sonntag durchgeführt – am Harztorwall und am Rosenwall. Und auch in diesem Jahr soll eine Straße in der Lessingstadt für den Autoverkehr gesperrt werden. Welche das sein könnte, weiß das Jugendgremium auch schon.
Der Ausschuss für Jugend und Soziales wird sich am 19. Februar erstmalig mit dem vom Jugendparlament eingereichten Antrag befassen. Darin beschreibt das Jugendparlament zum einen, wann und wo die Veranstaltung stattfinden könnte, zum anderen wird um die Kostenübernahme durch die Stadt gebeten.
Straße bereits in engerer Auswahl
Als Termine werden der 7. Juni oder 21. Juni vorgeschlagen, bevorzugter Ort für die Aktion sei die Dr. Heinrich-Jasper-Straße (Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße bis Kreuzung Hellerstraße). Alternativ zur Dr. Heinrich-Jasper-Straße werden auch der Grüne Platz, die Campestraße, die Lindener Straße oder die Harzstraße zur Prüfung vorgeschlagen. Geplant sei dann eine Absperrung von 9 bis 19 Uhr. Die Aktion selbst könnte dann im Zeitraum von 12 bis 17 Uhr stattfinden. Welches Areal am Ende tatsächlich genutzt wird, müsse jedoch noch abgestimmt werden, das Jugendparlament stehe dazu in Kontakt mit dem Ordnungsamt, heißt es im Antrag.
Mögliche Termine und Veranstaltungsorte
Wie bereits in den vergangenen Jahren soll am Veranstaltungstag das ausgewählte Areal zur autofreien Zone werden. Geplant ist, die Straße für einige Stunden in eine Zone mit Vereinsständen, einem Flohmarkt sowie Flächen für Sport, Musik und Spielmöglichkeiten zu verwandeln.
Das Jugendparlament hat zudem die Übernahme der voraussichtlichen Gesamtkosten von 6.000 Euro durch die Stadt beantragt. Dieses Budget soll vor allem die notwendige Infrastruktur wie Straßensperrungen, mobile Toilettenanlagen und Stromanschlüsse abdecken.
Verwaltung unterstützt Pläne
Die Verwaltung äußert sich in der Beschlussvorlage positiv zu dem Vorhaben und empfiehlt, dem Antrag zuzustimmen. Hinsichtlich der Finanzierung stellt die Verwaltung klar, dass für 2026 erneut Förderanträge bei entsprechenden Institutionen gestellt werden. Dennoch sichert die Stadt zu, dass der Maximalbetrag von 6.000 € flexibel aus laufenden Mitteln des Haushalts bereitgestellt werden kann, sollte keine externe Förderung erfolgen. Aus Sicht der Stadt stellt der Betrag eine sinnvolle Investition in die ehrenamtliche Tätigkeit der im Jugendparlament engagierten Schülerinnen und Schüler dar. Zudem wird betont, dass die Veranstaltung die strategischen Ziele der Stadt in den Bereichen nachhaltige Mobilität, eine lebenswerte Innenstadt und die Bürgerbeteiligung unterstützt.

