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Nutzung von Wasserkraft: Wie geht es mit dem Projekt weiter?


Prof. Dr. Joachim Landrath, Prof. Dr. Karl-Dieter Tieste, Thomas Zippel, Prof. Dr. Ekkehard Boggasch, Prof. Dr. Lars Kühl und Reinhard Voges (v. li.) unterstützen das Projekt „Wasserkraft in Wolfenbüttel". Foto: Tanja Bischoff
Prof. Dr. Joachim Landrath, Prof. Dr. Karl-Dieter Tieste, Thomas Zippel, Prof. Dr. Ekkehard Boggasch, Prof. Dr. Lars Kühl und Reinhard Voges (v. li.) unterstützen das Projekt „Wasserkraft in Wolfenbüttel". Foto: Tanja Bischoff Foto: Bischoff

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07.05.2019

Wolfenbüttel. Am heutigen Dienstag stellte Reinhard Voges mit Professoren der Ostfalia Fachhochschule sein Projekt zur Nutzung von Wasserkraft in Wolfenbüttel vor.


von Tanja Bischoff

Nachdem Reinhard Voges vor gut einem halben Jahr das Projekt ins Leben gerufen hat, wurde die Idee einer Machbarkeitsstudio von der CDU Ratsfraktion aufgegriffen. Voges zeigte sich enttäuscht, dass es bisher keine Rückmeldung hierzu gegeben habe. Geplant sei eine Wasserkraftanlage ohne externes Getriebe oder Generator. Die Schünemannsche Mühle wäre ein möglicher Standort in Wolfenbüttel. Nach Schätzungen könnte die Mühle ihren eigenen Energieverbrauch für ein ganzes Jahr erzeugen. Es müsse allerdings noch geklärt werden, ob das Land mit dieser Nutzung einverstanden wäre und ob Fördermittel zu Verfügung gestellt würden, so Voges.

"Wasserkraft erzeugt gleichmäßig Energie“


Die Ostfalia Hochschule arbeite schon seit über 15 Jahren mit regenerativer Energietechnik, wobei ein besonderes Augenmerk auf Speichersysteme gelegt werde, erklärt Prof. Dr. Ekkehard Boggasch. „Sonne und Wind gibt es nur mit Unterbrechungen, Wasserkraft erzeugt jedoch gleichmäßig Energie“, so der Professor. Die Hochschule nutze bereits einen intelligent vernetzten Energiepark, welcher im Bedarfsfall auch völlig autark bedient werden könne. Durch den geplanten Atomausstieg bis zum Jahre 2022 sei das Thema der erneuerbaren Energien aktueller denn je.

Für die konkrete Planung würden jedoch qualifizierte Wasserdaten fehlen. Dafür müssten für ein Jahr der Wasserdurchfluss an dem ausgewählten Standort gemessen werden, so Prof. Dr. Joachim Landrath. Danach könne im ersten Schritt ein Versuchstadium beginnen. Hier würden Lebensdauer, Geräusche und Kosten der Wasserkraftanlage ermittelt und ein Prototyp gebaut werden.

"Bau und Vertrieb weiterer Wasserkraftanlagen wären ein tolles Alleinstellungsmerkmal für Wolfenbüttel"


Thomas Zippel, Geschäftsführer der Zippel Werkzeugbau GmbH werde das Projekt mit dem Bau des Prototyps unterstützen. Dies schaffe Arbeitsplätze in der Region und der Bau und der Vertrieb weiterer Wasserkraftanlagen wäre ein tolles Alleinstellungsmerkmal für Wolfenbüttel, so Voges. Nun warteten alle Beteiligten auf die Rückmeldung des Umweltausschusses, damit möglichst bald mit dem Projekt begonnen werden könne.

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