Wolfenbüttel. In der heutigen Sitzung des Rates der Stadt Wolfenbüttel stand ein brisantes Thema auf der Tagesordnung. Die Ernennung eines neuen Ortsbrandmeisters für Leinde wurde unter Tagesordnungspunkt 12.2 behandelt. Die besondere Brisanz des Themas bringt die Personalie Uwe Frobart mit sich.
Dieser war nach Bekanntwerden von Mobbingvorwürfen innerhalb der Feuerwehr von der Ortsfeuerwehr Wolfenbüttel in die Ortsfeuerwehr Leinde gewechselt (wir berichteten). In Leinde bekam Frobart volle Rückendeckung und wurde von seinen neuen Kameraden einstimmig für den freiwerdenden Posten des Ortsbrandmeisters vorgeschlagen.
Der Fall Frobart spaltet die Lager
Kreis- und Stadtbrandmeister waren mit diesem Vorschlag allerdings alles andere als zufrieden. Sie äußerten Bedenken und verweigerten ihre Zustimmung. Auch die Verwaltung schloss sich an und äußerte Bedenken auch in Bezug auf das Vertrauensverhältnis Frobarts zur Feuerwehrführung.
Der Ortsrat und die Feuerwehr Leinde hingegen sahen keine Schwierigkeiten mit der Nominierung und standen hinter dem Abstimmungsergebnis der Ortsfeuerwehr.Einstimmig wurde der Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung abgelehnt, so dass man auch keinen alternativen Kandidaten vorschlagen möchte.
Zeit der Entscheidung
Ohne weitere Wortmeldungen kam es anschließend zur Abstimmung, die deutlich ausfiel. Mit der Ausnahme von sieben Enthaltungen wurde der Beschlussvorschlag, Frobart nicht zu ernennen, einstimmig angenommen. Wer den Posten vonAmtsinhaber Karl-Heinz Sülz, der am 30. August aus persönlichen Gründen zurücktreten wird, übernimmt, ist also weiterhin offen.
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