Revierförster sorgt sich um junge Buchen


Mithilfe des Sampo-Vollernters wird die Spätblühende Traubenkirsche entfernt. Foto: NLF
Mithilfe des Sampo-Vollernters wird die Spätblühende Traubenkirsche entfernt. Foto: NLF | Foto: Privat

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Wolfenbüttel. Das Niedersächsische Forstamt Wolfenbüttel geht aktuell gegen die Ausbreitung der Spätblühenden Traubenkirsche als invasive Art in der Revierförsterei Königslutter in der Nähe der Ortschaft Flechtorf vor. Förster Dirk Schlüter ist um die Buchenpflanzung auf den betroffenen Flächen besorgt: „Die jungen Buchen leiden unter Lichtmangel. Die Spätblühende Traubenkirsche dominiert die Fläche und breitet sich aus.“

Die zehnjährigen Buchen wurden im Beienroder Holz unter alten Kiefern gepflanzt, um eine langfristige Überführung der dortigen Nadelbestände in Laubholz zu gewährleisten. Die Niedersächsischen Landesforsten setzen so auf stabilere und baumartenreichere Wälder, die den zukünftigen Herausforderungen des Klimawandels gewachsen sind. Allerdings hat sich dort die aus Amerika stammende und in Deutschland als invasive Art geltende Spätblühende Traubenkirsche ausgebreitet, die mit den jungen Buchen um Lebensraum konkurriert. Diese wird nun zugunsten der jungen Buchen entnommen. „Um bei der Entnahme der Traubenkirsche gleichzeitig die größtmögliche Schonung der Buchenpflanzung zu gewährleisten, ist ein so genannter Sampo-Vollernter im Einsatz“, erklärt Dirk Schlüter die Maßnahme. „Ein wesentlicher Vorteil des Geräts ist, dass man das geschnittene Holz der Traubenkirsche aus der Fläche vorsichtig herausheben kann. Am Waldweg kann es dann trocknen und zu Energiehackschnitzel weiterverarbeitet werden“, so Dirk Schlüter weiter. Die Maßnahme wird circa zehn Tage andauern. Förster Dirk Schlüter bittet Waldspaziergänger um Verständnis, sollte es zu kurzfristigen Unannehmlichkeiten kommen.