Wolfenbüttel. Nach jahrelangen Debatten kommt beim Jugendfreizeitzentrum (JFZ) in Wolfenbüttel jetzt Bewegung in die Sache. Wie die Stadt am heutigen Mittwoch in einer Presseinformation mitteilt, hat nun ein Planungsbüro aus Goslar die Arbeit aufgenommen.
Seit mehreren Jahren wird in Wolfenbüttel diskutiert, wie es mit dem in den 1970er-Jahren errichteten JFZ weitergehen soll. Das Gebäude ist stark sanierungsbedürftig und es gab unterschiedliche Meinungen darüber, ob ein kompletter Neubau, eine Verlegung an einen zentraleren Standort oder eine grundlegende Sanierung am bestehenden Standort die beste Lösung sei. Verschiedene Standortalternativen, darunter die ehemalige Landwirtschaftsschule oder innerstädtische Lagen, wurden vorgeschlagen, geprüft und verworfen. Nach intensiven Beratungen in der Politik fiel schließlich der Beschluss, das JFZ am bisherigen Standort grundlegend zu sanieren und zu erweitern.
Startschuss für die Planungsarbeiten
Nun nimmt das Vorhaben ganz konkrete Formen an. Der Startschuss für die Planungsarbeiten war bereits Ende 2025 erfolgt. Die Vergabe der Objektplanung/Architektur erfolgte an die „LAMPEvier ARCHITEKTEN und INGENIEURE“ aus Goslar, die nun mit der Bestandsaufnahme vor Ort begonnen haben, heißt es aus dem Rathaus.
Mehr als nur Sanierung: flexible Nutzung geplant

Stefan Fabriczek, Frederik Ott, Doris Heidorn, Timon Loth, Lina Restrepo Godoy, Sonja Lampe und Dirk Lampe vor dem Jugendzentrum. Foto: Stadt Wolfenbüttel
Geplant ist nicht nur eine bauliche und technische Modernisierung, sondern auch eine flexible Umgestaltung der Nutzung: Neben den bisherigen Angeboten der Jugendarbeit sollen künftig Seminare, Schulungen, Bandproben, Konzerte und größere Musikevents mit Tanzveranstaltungen möglich sein. Außerdem können die benachbarten Grundschulen einen Teil des Veranstaltungsraums in den Mittagsstunden als Mensa nutzen.
Baubeginn 2027?
Ziel der Stadt ist es, einen einladenden Begegnungsort in zentraler Lage nahe den historischen Wallanlagen mit Park und Okerzugang zu schaffen. Dabei soll auf energetische, ressourcenschonende Bauweise und eine nachhaltige Bauunterhaltung geachtet werden. Die Entwurfsplanung soll bis zum Sommer 2026 abgeschlossen sein, anschließend folgt die Genehmigungsplanung, der Baubeginn sei für 2027 vorgesehen.

