Schulhof der Grundschule Karlstraße soll neu gestaltet werden

Der Schulhof der Grundschule Karlstraße in Wolfenbüttel ist in die Jahre gekommen und soll neu gestaltet werden. Eine entsprechende Planung wird derzeit in den politischen Gremien beraten.

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Die Grundschule Karlstraße soll einen neuen Schulhof bekommen.
Die Grundschule Karlstraße soll einen neuen Schulhof bekommen. | Foto: Marian Hackert

Wolfenbüttel. Der Schulhof der Grundschule Karlstraße ist in die Jahre gekommen und soll nun saniert werden. Die Stadt Wolfenbüttel plant eine umfassende Neugestaltung, um den Schülern eine moderne und barrierefreie Umgebung zum Lernen und Spielen zu bieten.



Ein entsprechender Beschlussvorschlag wird nun in den politischen Gremien behandelt. Die Stadtverwaltung stellt hierbei zwei Varianten vor, von denen aber eine ganz klar favorisiert wird. Und zwar aus Kostengründen. Denn der ursprüngliche Plan war auch mit deutlich
höheren Kosten verbunden. Um den angedachten Zeitplan, Baubeginn ab Mai 2026, nicht zu gefährden, habe man die Entwurfsplanung nun nochmals angepasst, um so in einem Kostenrahmen von etwa 700.000 Euro zu bleiben, heißt es in der Vorlage.


Weniger Fläche, weniger Ausgaben


Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Varianten liegt im finanziellen Umfang und der Fläche. Während die „Ideal-Planung“ mit einem Budget von 1,2 Millionen Euro das gesamte Schulhof-Areal von 2.500 Quadratmetern umfassend sanieren und modernisieren würde, begrenzt die empfohlene „reduzierte Planung“ die Kosten auf 700.000 Euro und verkleinert das aktive Baufeld auf 1.500 Quadratmeter.


In der günstigeren Version bleibt der westliche Teil des Hofes als bestehende Asphaltfläche erhalten, um die hohen Kosten für den Aufbruch und die Entsorgung belasteter Schlacken im Boden zu vermeiden. Zudem wird das Kleinspielfeld in der reduzierten Variante von 288 Quadratmetern auf 200 Quadratmeter verkleinert, was den Einsatz teurer Kunststoffbeläge reduziere. Auch bei der Gestaltung gibt es Unterschiede. Der ursprünglich direkt am Gebäude geplante Schulgarten wird in der kleineren Variante an die Ostseite verlegt und mit dem Lernbereich kombiniert, wodurch aufwendige Pflasterarbeiten und zusätzliche Sitzbänke eingespart werden. Trotz dieser Kürzungen würden die inhaltlichen Schwerpunkte wie Barrierefreiheit, Inklusion und die ökologische Entsiegelung von 600 Quadratmetern in beiden Planungen als Ziel erhalten, betont die Verwaltung.

Im Zentrum der Neugestaltung steht der östliche Teil des Schulhofs, der zum Schwerpunkt für Aktivitäten ausgebaut werden soll. Geplant sind ein modernes Multifunktionsspielfeld mit Banden sowie eine vielseitige Spiellandschaft, die verschiedene Klettermöglichkeiten, Schaukeln und Reckstangen bietet. Ein besonderes Augenmerk soll auf die Inklusion gelegt werden. Die Geräte sollen so gewählt werden, dass auch Kinder mit Behinderungen dort spielen können. Ergänzt werden soll dieses Angebot durch Ruhezonen und ein „Grünes Klassenzimmer“, das Unterricht im Freien ermöglicht.

Natur und Klimaschutz im Blick


Ein wichtiger Teil des Projekts sei die ökologische Aufwertung des Geländes. Rund 600 Quadratmeter Fläche werden entsiegelt, damit Regenwasser besser versickern kann. Zudem sollen Teile des Dachwassers in den Stadtgraben geleitet werden, um dessen Wasserqualität zu verbessern. Der wertvolle alte Baumbestand aus Linden bleibt erhalten und wird durch Maßnahmen zur Standortoptimierung gestärkt.

In den kommenden Wochen werden der Ausschuss für das Schulwesen, der Ausschuss für Bau, Stadtentwicklung und Umwelt und der Verwaltungsausschuss ihre Empfehlung abgegeben. Die endgültige Entscheidung soll der Rat der Stadt am 18. März treffen.

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