Stadt bringt Flüchtlinge im Jugendgästehaus unter


Die Stadt Wolfenbüttel bringt ab heute Flüchtlinge im Jugendgästehaus unter. Foto: Max Förster
Die Stadt Wolfenbüttel bringt ab heute Flüchtlinge im Jugendgästehaus unter. Foto: Max Förster | Foto: Max Förster



Wolfenbüttel. Bürgermeister Thomas Pink hat sich entschieden Flüchtlinge im Jugendgästehaus der Stadt Wolfenbüttel unterzubringen. Bereits geschlossene Mietverträge müssten nunmehr gekündigt werden. Betroffen hiervon sei auch die Landesmusikakademie, wie Pink auf der Internetseite der Stadt mitteilt. Seine Botschaft an die Wolfenbütteler veröffentlichen wir an dieser Stelle unkommentiert und ungekürzt.

Sehr geehrte Wolfenbüttelerinnen und Wolfenbütteler,

die Aufnahme, Unterbringung und Integration der Flüchtlinge in unsere Gesellschaft ist eine immense Herausforderung. Mit großem Engagement und beständigem Einsatz versuchen auch wir in Wolfenbüttel, diese Aufgabe zu meistern. Wobei sich die Zahlen fast täglich verändern.

Am heutigen Montag, dem 19. Oktober, erwarten wir in der Stadt 100 Menschen, denen wir ein Dach über dem Kopf geben wollen. Ich habe mich dazu entschlossen, diese Menschen – vermutlich aus Syrien, Afghanistan und dem Irak – im Jugendgästehaus unterzubringen. Landesmusikakademie und Landesmusikrat wurden informiert, dass das Haus ihnen auch 2016 nicht zur Verfügung stehen wird. Schon geschlossene Mietverträge müssen nunmehr gekündigt werden. Ich danke für das entgegengebrachte Verständnis.

Da die Aufnahme von Flüchtlingen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe darstellt, nimmt die ehrenamtliche Hilfe eine wichtige Rolle ein. Ich bin daher sehr dankbar für die tatkräftige Unterstützung durch die Bürgerschaft Wolfenbüttels und durch das Netzwerk Runder Tisch. Dessen Mitarbeiter ermöglichen den Flüchtlingen die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, begleiten und unterstützen sie. Unter den Helfern sind aber auch Menschen, die selbst erst vor wenigen Monaten nach Wolfenbüttel kamen. Sie unterstützen die Stadt als Übersetzer. Ein gelungenes Beispiel von Integration.

Herzlichst
Ihr

Thomas Pink




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