Wolfenbüttel. Im Oktober 2021 startete in der Lessingstadt der Stadtbus und soll seither Wohngebiete, Stadtteile und zentrale Ziele wie den Kornmarkt miteinander verbinden. Nach dem Bürgerdialog und der Vorstellung der Evaluation im vergangenen Jahr sollten weitere Beratungen folgen. regionalHeute.de fragte bei der Stadt nach, wie es nun weitergeht.
Schon vor dem damaligen Start gab es Kritik an den Verbindungen. Bürger befürchteten, dass manche Ortsteile abgehängt oder schlechter angebunden werden. Es wurde nachgebessert und seitens Stadt und KVG versprochen, das Konzept bei Bedarf auch weiter anzupassen.
Kritik und Anregungen von Bürgern
Um zu prüfen, wie gut der Stadtbus in der Praxis funktioniert und wo eventuell Nachbesserungen nötig sind, führte die Stadt eine Evaluation des Stadtbuskonzepts durch und stellte die Ergebnisse im Juni des vergangenen Jahres bei einem Rathausdialog vor. Die Überprüfung wurde vom Büro BBA aus Hamburg durchgeführt, das die Ergebnisse auch vorstellte. Bei der Veranstaltung hatten die Bürger auch die Gelegenheit, Kritikpunkte, Anregungen und Verbesserungsvorschläge einzubringen, die in weitere Beratungen einfließen sollen. Stadtbaurat Benscheidt kündigte damals an, dass Verwaltung und Politik die Themen im vierten Quartal 2025 im Detail prüfen würden.
Wie ist der aktuelle Stand?
Vor diesem Hintergrund wollte regionalHeute.de von der Stadt wissen, ob die angekündigten Beratungen inzwischen begonnen haben oder bereits terminiert sind, welche Gremien sich mit den Ergebnissen der Evaluation und den Bürgeranregungen befassen, wie mögliche Änderungen bei Routen und Fahrplänen umgesetzt werden und welchen Einfluss die KVG dabei hat.
Stadtsprecherin Nadine Guttzeit erklärte dazu, dass die Hinweise und Anregungen aus der Bürgerschaft eine wertvolle Grundlage für die weitere fachliche und politische Befassung mit dem Stadtbusangebot darstellen. In der zweiten Jahreshälfte 2025 habe das Planungsbüro, das mit der Auswertung und Weiterentwicklung des Stadtbuskonzepts beauftragt ist, zusätzlich die Regionalbuslinien analysiert, um Stadtbus- und Regionalbusverkehre gemeinsam betrachten und bewerten zu können. Ziel sei es, auf dieser Basis ein möglichst ganzheitliches und abgestimmtes Bild des öffentlichen Busverkehrs zu erhalten. Durch diese zusätzliche Analyse habe sich der ursprünglich angedachte Zeitplan (Ende 2025) etwas verschoben.
Ergebnisse werden beraten
Die politische Befassung der Ergebnisse sei in den Ortsräten und im Ausschuss für Bau, Stadtentwicklung und Umwelt vorgesehen. Nach aktueller Planung sollen die Ortsräte die Themen im April und Mai 2026 beraten, die Behandlung im Ausschuss sei dann für Juni 2026 vorgesehen.
Änderungen werden mit KVG abgestimmt
Mögliche Änderungen an Routenführungen oder Fahrplänen würden – wie schon bei der Einführung des Stadtbuskonzepts – in enger Abstimmung mit der KVG erarbeitet. Die fachliche Expertise der KVG, insbesondere die praktischen Erfahrungen der Busfahrer, sei für die Entwicklung tragfähiger und alltagstauglicher Lösungen von großer Bedeutung. Etwaige Anpassungen würden daher gemeinsam abgestimmt und umgesetzt.

