Wolfenbüttel. Vom 13. Mai bis 2. Juni heißt es wieder „Stadtradeln – Radeln für ein gutes Klima“. 21 Tage lang sollen möglichst viele Alltagswege mit dem Rad erledigt und das Auto dafür stehengelassen werden – jeder Kilometer zählt. Diesmal neu: Der ganze Landkreis tritt in die Pedale, wie auf der Pressekonferenz zur Aktion am vergangenen Dienstag mitgeteilt wurde. In diesem Jahr sind erstmals alle Samt- und Gemeinden im Landkreis mit dabei und rufen zum Mitmachen auf. Die Stadt Wolfenbüttel ist beim Stadtradeln bereits zum neunten Mal mit dabei.
„Spaß haben, sich fit halten und dazu noch das Klima schützen“, bringt Landrätin Christiana Steinbrügge den Stadtradeln-Hintergedanken auf den Punkt. Ob als Familien-Team, als Team mit Kolleginnen und Kollegen oder als Verein – im spielerischen Wettkampf wird mit dem Fahrrad der Landkreis erkundet. Und vielleicht fallen „on Tour“ auch einmal neue Dinge auf, die für Autofahrerinnen und -fahrer normal im Verborgenen bleiben.
Dienstwagen abgeschafft
Wolfenbüttels Bürgermeister Ivica Lukanic kann dies nur bestätigen. Er hat als eine seiner ersten Amtshandlungen seinen Dienstwagen abgeschafft und ist auf das Fahrrad umgestiegen. Und seit der Einführung der Job-Rad-Möglichkeit im öffentlichen Dienst sind auch viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf das Fahrrad umgestiegen. Das gesteckte Ziel für das Stadtradeln 2023: Wieder eine Steigerung bei den Teilnehmenden und den Kilometer. „Ich bin zuversichtlich, dass wir dieses Ziel erreichen. Im Kampf gegen die Klimakrise können wir nur gemeinsam erfolgreich sein, daher der Aufruf, lasst uns alle gemeinsam für ein besseres Klima in die Pedale treten“, so Lukanic.
Die Stadtradeln-App
Ganz bei null fangen sicherlich auch die anderen Kommunen im Landkreis nicht an, denn zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die in den vergangenen Jahren in Teams von Schulen, Arbeitgebern oder Vereinen über die Stadt teilgenommen haben, können sich ja nun über ihre Wohngemeinde anmelden. Über die Internetseite www.stadtradeln.de/landkreis-wolfenbuettel kommt man zu den jeweiligen Gebietskörperschaften und die entsprechende Anmeldemaske. Empfohlen wird, sich die Stadtradeln-App auf das Smartphone zu laden, dann können erradelte Kilometer gleich erfasst werden. Zudem kann sich die App auch die zurückgelegten Wege merken und an die Kommunen weitermelden. Dies hilft den dortigen Verkehrsplanern bei ihrer Arbeit, denn so wird deutlich, wo vielleicht noch Lücken im Radwegenetz geschlossen werden müssen und welche Strecken von den Radfahrerinnen und Radfahrern häufig genutzt werden.
Newcomer zeigt sich motiviert
Baddeckenstedts Samtgemeindebürgermeister Frederik Brandt hatte noch ein Argument für den Umstieg auf das Fahrrad: die Förderung der eigenen Gesundheit. Dies sei schließlich auch nicht zu unterschätzen. Insbesondere auf Kurzstrecken einfach einmal das Auto stehen zu lassen und sich auf den Drahtesel zu setzten böte sich auch im ländlichen Raum an. Auch hier könne die Politik mit gutem Beispiel voranfahren.
Und natürlich darf es beim Stadtradeln auch über die eigenen Gemeindegrenzen hinausgehen, jeder Kilometer zählt, auch die, die im Urlaub gefahren werden, wie Wolfenbüttels Radverkehrsbeauftragte Valerie Agartir und Kerstin Geffers, Fahrradmobilitätsbeauftragte beim Landkreis unterstrichen. Denn wie sagte auch Cremlingens Klimaschutzmanagerin Magdalene Zimmermann treffend: „Klimaschutz hört nicht an der Gemeindegrenze auf“.
Anmeldung und weitere Information gibt es unter: www.stadtradeln.de/landkreis-wolfenbuettel