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Volksverhetzung: Kumlehn zeigt AFD-Mitglied Heid an



Volksverhetzung: Kumlehn zeigt AFD-Mitglied Heid an

von Anke Donner


Jürgen Kumlehn hat Klaus-Dieter Heid, Mitglied der AfD-Kreis- und Stadtfraktion, bei der Staatsanwaltschaft wegen des Verdacht der Volksverhetzung angezeigt. Fotos. Privat/Collage: Andrè Ehlers
Jürgen Kumlehn hat Klaus-Dieter Heid, Mitglied der AfD-Kreis- und Stadtfraktion, bei der Staatsanwaltschaft wegen des Verdacht der Volksverhetzung angezeigt. Fotos. Privat/Collage: Andrè Ehlers

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Wolfenbüttel. Wie der Erinnerer Jürgen Kumlehn mitteilte, hat dieser den Wolfenbütteler AfD-Kommunalpolitiker Klaus-Dieter Heid wegen des Verdachts auf Volksverhetzung bei der Braunschweiger Staatsanwaltschaft angezeigt.



Grund für Kumlehns Handeln ist ein von Klaus-Dieter Heid veröffentlichter Beitrag im Internet-Forum der Kreis-AfD Wolfenbüttel. Hier betreibe Heid, laut Kumlehn, Volksverhetzung. Heid habe mit seinem Beitrag, so Kumlehn, "die rote Linie seiner freien Autorenschaft überschritten".

Die Mitteilung von Jürgen Kumlehn veröffentlichen wir nachstehend ungekürzt und unkommentiert.




Jürgen Kumlehn. Foto: privat



"Heid ist seit Mai 2015 der Autor von weit über einhundert Hetzartikeln gegen die Bundesrepublik Deutschland, Politikerinnen und Politikern und vor allem Flüchtlingen im "Forum" der offiziellen Website des AfD-Kreisverbandes Wolfenbüttel. Dieses "Forum" ist weiterhin angefüllt mit massenweisen Hetzparolen, die mit den Äußerungen Heids eine klare Positionierung des Kreisverbandes auf der extremen Seite der angeblichen "Alternative für Deutschland" belegt. Deutschland würde, könnten all diese Parolen tatsächlich umgesetzt werden, ein Land auf dem Weg in eine faschistische Zukunft sein. Heid hat nun mit einem aktuellen Text die "rote Linie" seiner "freien" Autorenschaft überschritten. Am Tag nach dem "Internationalen Tag gegen Rassismus" hat er auf der Website aktuell aus dem Wolfenbütteler Krankenhaus einen Hetzbeitrag gegen türkische Bürgerinnen und Bürger veröffentlicht. Heid ist seit der Kommunalwahl ein Kommunalpolitiker mit Ämterhäufung. Als Kreistagsabgeordneter ist er Vorsitzender des Verwaltungsausschusses für das "Bildungszentrum Landkreis Wolfenbüttel", im Stadtrat amtiert er als AfD-Fraktionsvorsitzender und als Mitglied im "Ausschuss für Jugend und Soziales". Obendrauf ist er auch noch Landtagskandidat für den Wahlkreis 9.



... Auf der Website findet man Sympathiebekundungen für den AfD-Hetzer Bernd Höcke. Dabei bezeichnet er die Bundesrepublik als "Bundesmuslimische Republik Deutschland". Besonders auffällig sind seine wiederkehrenden Ausfälle gegen Angela Merkel und Martin Schulz. Merkel bezeichnet er unter anderem als "Sultanine".

Auf Nachfrage von regionalHeute.de erklärt Klaus-Dieter Heid:


Klaus-Dieter Heid. Foto: privat



"Mit dem Posting im Forum auf der AfD-Seite des Kreisverbandes teilte ich meinen persönlichen Eindruck, nachdem ich aufgrund von Herzproblemen einen Krankenhausaufenthalt im Wolfenbütteler Klinikum benötigte.

Ich beschrieb meine persönlichen Empfindungen, ohne dabei grundsätzlich eine Volksgruppe oder eine Ethnie zu beleidigen. Ich bezeichnete kein Volk als „Köterrasse“, wobei eben diese Äußerung gegen Deutsche vorgebracht wurde, ohne damit strafrechtliche Folgen ausgelöst zu haben. Meine beschriebene Empfindung ist hingegen keineswegs diskriminierend, sondern lediglich Ausdruck einer demographischen Sorge, die ich mit vielen Menschen teile.

Als Satiriker neige ich vielleicht zur Überzeichnung, wobei „…die Gedanken frei sind“, selbst dann, wenn sie, ohne strafrechtliche Relevanz, ausgesprochen, oder beschrieben werden.

Herr Kumlehn, der erst kürzlich von der Stadt Wolfenbüttel inklusive der Fraktionen schriftlich angemahnt wurde, nicht permanent persönlich und auch verletzend anzugreifen, sollte sich mit Kritik gegen die Meinungsfreiheit zurückhalten. Er ist nicht der Zensor, der nach dem „Prinzip Erdogan“, Andersdenkende in Schranken verweisen darf.

Mein Eindruck zur medizinischen Betreuung durch Ärzte und Personal im Wolfenbütteler Klinikum ist im Übrigen ausgezeichnet und ich stelle fest, dass ich mich diesbezüglich in allerbesten Händen fühlte."

Beitrag von Klaus-Dieter Heid


Da wird man krank! - Verfasst: Mi 22. Mär 2017, 15:48 von kdheid (Klaus-Dieter Heid)

Zuerst einmal: allerbeste Grüße an alle aus dem Wolfenbütteler Krankenhaus! Leider bin ich gezwungen, ein paar Tage im Krankenhaus zu sein. Mein Herz blutet... Nein, es ist noch nicht kaputt, braucht aber eine gründliche Kontrolle, damit ich das, was im Lande geschieht, verkraften kann. Indirekt kann man fast behaupten, dass "Mutti" für meinen Zu-stand mitverantwortlich ist, denn immerhin sorgt sie dafür, dass ehrlich besorgte Bürgerinnen und Bürger sich um ihre Heimat sorgen. Und dann landet man im Krankenhaus, möchte sich erholen, sich entspannen und will "gesunden" - und was sieht man? Was sehe ich? Was will ich nicht sehen, kann aber die Augen davor nicht verschließen? WELCHES ÄUSSERE UND WELCHE SPRACHE DOMINIERT im Krankenhaus? Genau! Vermummte dickbäuchige Frauen, die mit gebotenem Abstand hinter ihren schlecht rasierten Männern umherschleichen. Überall ein Gebrabbel, das eindeutig kein schlechtes Deutsch, sondern noch schlechteres Türkisch ist. Gruppen von jungen Männern, die offensichtlich demonstrieren, dass dies hier "ihr Territorium" ist und dass man gefälligst auszuweichen hat.

Ich weiche generell nicht aus. Nicht hier, nicht jetzt - und überhaupt nicht, denn dies ist meine Heimat, wenngleich Frau Schrerkel (die Mischung aus Schulz und Merkel oder Herr Mrulz (das Gleiche, nur andersherum) alles dafür tun, dass sich das ändert. Bis Donnerstag oder Freitag (spätestens) muss ich das Elend noch ertragen. Irgendwie wird`s gehen. Meine Bettnachbarn sehen das übrigens wie ich: UNERTRÄGLICH. Einer von ihnen wurde vor Jahren von fremdländisch aussehenden und sprechenden jungen Männern ins Koma ge- schlagen. Das war zu DM-Zeiten. Er wachte auf, als es den EURO gab. Die Täter hat man nie gefasst... . Sein Fall machte damals Furore, wenngleich damals nie von "fremdländischen Tätern" gesprochen wurde.

Ich hoffe, dieser Mann wird unsere Veranstaltung am 27. März in der Kommisse besuchen. Raten Sie mal, wie er über das jetzige Deutschland denkt, in dem Opfer (wie in Berlin) ignoriert, aber Täter vermenschlicht werden. Schön, dass ich bald "draußen" bin, denn ich möchte für mein Deutschland arbeiten, in dem Lumpinnen und Lumpen keine Chancen auf das Kanzleramt haben und in dem Opferschutz vor Täterliebe geht. Klaus-D. Heid


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