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Wappen von Wolfenbüttel: Warum es ein Ross und kein Löwe ist



Wappen von Wolfenbüttel: Warum es ein Ross und kein Löwe ist

von Julia Seidel


Das Wolfenbütteler Stadtwappen. Foto: Stadt Wolfenbüttel
Das Wolfenbütteler Stadtwappen. Foto: Stadt Wolfenbüttel Foto: Stadt Wolfenbüttel

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Wolfenbüttel. Jeder kennt das Stadtwappen von Wolfenbüttel. Ein weißes Pferd auf blauem Grund vor einer roten Säule. Schon in der Grundschule lernen Kinder, wie das Wappen ihrer Stadt aussieht. Doch warum sieht es eigentlich so aus und welche Bedeutung steht dahinter? regionalHeute.de hat bei der Stadt nachgefragt.



Das Wappen geht auf das Jahr 1570 zurück. Genauer gesagt auf den 7. August 1570. An diesem Tag erhielt die Heinrichstadt das Recht zur Wappen- und Siegelführung. Herzog Julius, der von 1568 bis 1589 regierte, entnahm die Embleme der Helmzier des Wappens, das damals vom mittleren Haus Braunschweig geführt wurde. Der einzige Unterschied bestand in der Zäumung des Pferdes. Während das Pferd auf der Helmzier frei laufend war, war das Pferd in dem Wolfenbütteler Wappen gesattelt und gezäumt.

Das Pferd


Schon seit 1361 ist das Pferd im Siegel zu finden, später auch im Stadtwappen und in der Helmzier der Herzöge von Braunschweig - Lüneburg. Auch, wenn mit den Welfen meistens ein Löwe verbunden wird, so sahen die Welfen das Pferd als Stammeszeichen der alten Sachsen an und wollten so, als Nachkommen der alten Stammesherzöge, ihre Stellung im altsächsischen Raum betonen. Mit dem Sachsenross als Wappentier sollte Wolfenbüttel als welfische Stadt gekennzeichnet werden.

Die Säule


Über die Herkunft der Säule ranken sich viele Legenden, jedoch kann nicht wirklich gesagt werden, woher sie tatsächlich stammt. Am wahrscheinlichsten ist, dass es sich bei der Säule um einen Schaft handelte, an dem das Pferd an der Helmzier lehnte und sich so besser auf dem Helm befestigen ließ. Später wurde die Säule gekrönt und die Krone wurde in das Stadtwappen übernommen.

Der Stern


Der Stern soll Herzog Erich I. als Dank von Kaiser Maximilian erhalten haben. Dieser soll dem Kaiser in der Schlacht bei Regensburg das Leben gerettet haben. Hierbei handelt es sich jedoch lediglich um eine Sage. Ob es der Realität entspricht, kann nicht abschließend bewiesen werden.

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Die Frühjahrsbepflanzung am Stadtgraben. Foto: Anke Donner



Jedes Jahr wird das Wappen im Frühjahr aus Hornveilchen und Stiefmütterchen am Stadtgraben angepflanzt. Von Mai bis November besteht das Beet ausBegonien, Leberbalsam, Studentenblumen und Pelargonien. Die Farben Rot-Weiss-Blau gelten heute als die herkömmlichen Stadtfarben. Tatsächlich wurden sie aber erst 1928 zu solchen in einem offiziellen Ratsbeschluss ernannt.


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