Wolfenbüttel. Am Mittwoch den 22. März jährt sich der internationale Tag des Wassers zum 25. Mal. Mit diesem Gedenktag wollen die Vereinten Nationen – und die Stadtwerke Wolfenbüttel – auf die Bedeutung von sauberem Trinkwasser aufmerksam machen.
Diese kümmern sich um eine sichere Versorgung mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser in Wolfenbüttel. „Wasser wird gebraucht, nicht verbraucht. Denn es bewegt sich in einem ewigen Kreislauf; es bildet sich nicht neu“, erklärt Kerstin Hecker, Leiterin der Unternehmens- kommunikation bei den Stadtwerken Wolfenbüttel und ergänzt: „Deshalb ist uns als Wasserversorger der Schutz dieser wertvollen Ressource besonders wichtig.“ Der diesjährige Weltwassertag steht unter dem Motto „Waste Water“ – also Abwasser.
Abwasser wird in Kläranlagen zwar aufwendig gereinigt und gewissenhaft aufbereitet, bevor es wieder in den Wasserkreislauf zurückgeführt wird. Wichtig sei dennoch, das Wasser möglichst wenig zu verschmutzen, betont Klaus-Dieter Otto, technische Führungskraft bei den Stadtwerken Wolfenbüttel und als solche für das Trinkwasser verantwortlich. „Wir sind hier in Wolfenbüttel in der glücklichen Situation, sehr gutes Trinkwasser zu haben“, erklärt der Fachmann, „das ist nicht überall so.“ Auch bei den aktuell landauf, landab diskutierten Nitratwerten liege man in Wolfenbüttel deutlich unter den Grenzwerten. Rund 200 Proben ziehen die Mitarbeiter der Wasserabteilung jedes Jahr; drei Mal pro Jahr veröffentlichen die Stadtwerke Wolfenbüttel ihre Vollanalysen online unter www.stadtwerke-wf.de. „Trinkwasser ist ein Grundnahrungsmittel. Deshalb ist uns Transparenz wichtig“, betont Kerstin Hecker.
Der Mix macht ́s
Das Trinkwasser in der Kernstadt Wolfenbüttel und den meisten Ortsteilen stammt zu 40 Prozent aus Brunnen des Trinkwasserschutzgebietes Halchter/Ohrum und zu 60 Prozent aus Wasser von Talsperren der Harzwasserwerke. Nur die Ortsteile Adersheim, Leinde, Fümmelse und Salzdahlum bekommen 100 Prozent Wasser der Harzwasserwerke.
Das Brunnenwasser der Purena wird aus einer Tiefe von rund 50 bis 60 Metern gefördert und dann im Wasserwerk nur mit Luft versetzt und gefiltert. „Dieses Wasser ist gut 100 Jahre alt und liegt sehr geschützt unter dicken wasserundurchlässigen Schichten“, informiert Klaus- Dieter Otto und fügt an: „Einziger Nachteil: es ist sehr kalkhaltig“. Deshalb wird im Wasser- werk der Purena seit rund zehn Jahren das sehr weiche Wasser aus dem Harz zugemischt.
Weniger ist mehr
„Wir sind mit dem weicheren Wasser einem Wunsch der Bevölkerung nachgekommen“, berichtet der Fachmann. Kalkhaltiges Wasser sei genauso gesund wie weiches, erklärt er, jedoch hinterlasse der Kalk deutliche Spuren auf beispielsweise Wasserarmaturen, Wasch- becken und in Kochtöpfen sowie Wasserkochern. Bei weicherem Wasser spare man Putz- mittel, von daher sei das auch ein Beitrag zum Gewässerschutz. „Je weniger Putz- und Waschmittel, Düngerreste, Chemikalien und sonstige Stoffe ins Abwasser gelangen, umso besser“, meint er. Kläranlagen hätten heute zwar hochwirksame Reinigungsstufen, jedoch ließen sich nie alle Rückstände vollständig entfernen.
Für den Abfluss tabu
Jeder einzelne kann seinen Teil dazu beitragen, die hohe Wasserqualität in Zukunft weiterhin zu halten. Die Stadtwerke Wolfenbüttel raten: Gebrauchte Fette und Speiseöle gehören nicht in Waschbecken oder über die Toilette entsorgt. Auch Altöl oder Farbreste müssen in den Sonderabfall und nicht in den Abfluss. Abgelaufene Medikamente können über den normalen Hausmüll entsorgt werden. „Wenn diese Stoffe nicht fachgerecht entsorgt werden, landen sie sonst früher oder später im Grundwasser“, erläutert Klaus-Dieter Otto. Der Weltwassertag wurde 1992 von der UNCED (Umwelt und Entwicklung) eingeführt. Jedes Jahr steht der Weltwassertag unter einem speziellen Thema und soll auf die Bedeutung des Lebensmittels für die Menschheit hinweisen.