Wolfenbüttel: Besuch aus der Normandie - 18 Gastschüler an der Leibniz-Realschule


| Foto: Schule)



Einige Aufregung herrschte jetzt an der Leibniz-Realschule in Wolfenbüttel. Dort sollten ziemlich früh 18 Jugendliche aus der französischen Partnerschule in Flers/Normandie eintreffen – und sie kamen sogar eine Stunde zu früh. „Aber wir haben alles gut hinbekommen und konnten uns schließlich gemeinsam zum Frühstück setzen“, erzählte Nina Fricke. Die gebürtige Algerierin lebt seit vielen Jahren in Deutschland und ist an der Realschule seit 2011 die treibende Kraft in Sachen Schulpartnerschaft.

Auf der Gegenseite trifft das auf Catherine Petit zu. Die Deutschlehrerin arbeitet jetzt in der 16.000-Einwohner-Stadt Flers, kam aber schon vor Jahren über die Partnerschaft zwischen Salzdahlum und Briouze zu ihren Kontakten. „Diesmal haben wir 18 Kinder von 12 bis 14 Jahren dabei, die allesamt schon zwei oder drei Jahre Deutsch lernen.“ Bereits im April dieses Jahres hatten sich die Schülerinnen und Schüler aus Flers und Wolfenbüttel in Frankreich kennen gelernt. Nina Fricke und der stellvertretende Schulleiter der Leibniz-Realschule, Stefan Zäsar, waren mit ihrer Schülergruppe für zehn Tage zu Gast in den französischen Familien.

Entsprechend munter kommunizierten die Gäste mit ihren Gastgebern rund um den Frühstückstisch, der mit Servietten in den französischen Landesfarben dekoriert war. Klar kam Heiterkeit auf, als die jungen Franzosen ihren Milchkaffee beidhändig aus den Müslischalen tranken. Aber so ist es üblich jenseits des Rheins, und genau solche kurzweiligen Erkenntnisse der anderen Kultur will das Programm der nächsten acht Tage fördern.

„Wir machen Rallyes durch die Schule und die Stadt, spielen Bowling und sind beim Bürgermeister der Stadt Wolfenbüttel eingeladen“, kündigten Fricke und Zäsar an, „aber es wird auch zwei Tage lang Unterricht geben, damit hier nicht nur Party läuft.“

Das Wochenende verbringen die Franzosen in ihren Gastfamilien, außerdem stehen Ausflüge nach Berlin, in den Heidepark Soltau und in die Autostadt an – dort mit mehrsprachiger Führung. „Abschließend bummeln wir einen Nachmittag durch Braunschweig,“ sagt Nina Fricke und lacht: „ganz ohne Shoppen geht es auch in diesem jungen Alter nicht.“


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