15 Schüler starten mit "Studienkompass" in die Berufsorientierung


15 Jugendliche werden in den nächsten drei Jahren auf ihrem Weg zur Studien- und Berufsfindung begleitet. Foto: Stiftung der Deutschen Wirtschaft
15 Jugendliche werden in den nächsten drei Jahren auf ihrem Weg zur Studien- und Berufsfindung begleitet. Foto: Stiftung der Deutschen Wirtschaft

Wolfsburg. Am vergangenem Dienstag Abend wurden 15 Wolfsburger Schüler in das gemeinnützige Förderprogramm Studienkompass aufgenommen. Sie alle stehen zwei Jahre vor dem Abitur und werden in den nächsten drei Jahren durch das Programm bei der Studien- und Berufsorientierung begleitet und beim Übergang von der Schule an die Hochschule unterstützt.


Eines haben sie noch gemeinsam: Alle sind die Ersten in ihrer Familie, die den Weg an die Uni gehen möchten. Schüler, deren Eltern nicht studiert haben, nehmen noch immer sehr viel seltener ein Studium als ihre Altersgenossen aus Akademikerfamilien auf. Der Studienkompass setzt hier an, baut Hemmschwellen ab und trägt so zu mehr Bildungsgerechtigkeit bei. Die Stipendiaten erwarten in den nächsten Jahren zahlreiche Workshops, um sich eigener Stärken bewusst zu werden und dazu passende Studien- und Berufswege zu finden. Ehrenamtliche Vertrauenspersonen stehen ihnen während der gesamten Förderungszeit mit Rat und Tat zur Seite.

Die Accenture-Stiftung, die Deutsche Bank Stiftung und die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) haben das Programm 2007 gemeinsam ins Leben gerufen. Seitdem haben sich zahlreiche weitere Partner der Initiative angeschlossen. Hauptförderer sind die Karl Schlecht Stiftung und die aim - Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken.

Mit Unterstützung derStiftungslandschaft Wolfsburg


In der Region wird der Studienkompass durch die Unterstützung der gesamten Stiftungslandschaft Wolfsburg unter der Federführung der Bürgerstiftung Wolfsburg, der Firma Cadera und einem privaten Unterstützer ermöglicht. Christian Gerhartl, Vorstand der Bürgerstiftung, beglückwünschte die Geförderten auf der feierlichen Auftaktveranstaltung im Planetarium: „Mit ihrer Bewerbung für das Programm haben die neuen Stipendiaten bewiesen, dass sie ihre Zukunft aktiv gestalten möchten und mit der Hochschule ein noch unbekanntes Terrain betreten wollen. Der Studienkompass bietet hierfür optimale Unterstützung.“

„Durch unsere langjährige Erfahrung wissen wir, wie eine bestmögliche Studien- und Berufsorientierung für junge Menschen aus nichtakademischen Familien aussehen muss. Mehr als 3.200 junge Menschen haben wir in den letzten Jahren erfolgreich ins Studium begleitet. Viele von ihnen geben ihre Erfahrungen jetzt an jüngere Studienkompass-Generationen weiter. Wir freuen uns sehr, dass wir jetzt 15 weitere Wolfsburger Schülerinnen und Schüler zu diesem großen Netzwerk zählen dürfen“, so Dr. Ulrich Hinz, Bereichsleitung Schülerförderung (Vors.) bei der Stiftung der Deutschen Wirtschaft.

Über den Studienkompass


Das Förderprogramm unterstützt bundesweit aktuell rund 1.400 Schülerinnen und Schüler aus Familien ohne akademische Erfahrung für der Aufnahme eines Studiums. Über 2.100 junge Menschen haben das Programm bereits erfolgreich durchlaufen. Mehr als 95 Prozent der Geförderten nehmen ein Studium auf. Die hohe Wirksamkeit belegt auch eine wissenschaftliche, unabhängige Evaluation des Programms, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung von 2007 bis 2014 gefördert wurde.

Der Studienkompass wurde 2007 von der Accenture-Stiftung, der Deutsche Bank Stiftung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) gegründet. Die Karl Schlecht Stiftung und die aim - Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken sind Hauptförderer des Programms.

Studienkompass-Partner sind: Heinz Nixdorf Stiftung, aqtivator gemeinnützige GmbH, vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., EWE AG, Stiftung Rapsblüte, Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds, Hans Hermann Voss-Stiftung, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, NORDMETALL-Stiftung, RATIONAL AG, Roche Diagnostics GmbH, Bürgerstiftung Wolfsburg, Karin Schöpf Stiftung, Bürgerstiftung Braunschweig, Dr. Egon und Hildegard Diener-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, S&P Family Office, Unternehmensverbände im Lande Bremen, Rheinische Stiftung für Bildung, Wissenschaft und berufliche Integration, Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Schirmherrin des Programms ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka.


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