Wolfsburg. Ein ganz besonderes Geschenk erhielt das Stadtmuseum im M2K am heutigen Donnerstag. Margret Köhler, Witwe des 2012 verstorbenen Ehrenbürgers, ehemaligen Oberbürgermeisters der Stadt Wolfsburg und überregional aktiven CDU-Politikers Dr. Volkmar Köhler, übergab eine Bronzebüste ihres Mannes an Oberbürgermeister Dennis Weilmann und Museumsleiterin Monika Kiekenap-Wilhelm.
Oberbürgermeister Dennis Weilmann und Museumsleiterin Monika Kiekenap-Wilhelm dankten Margret Köhler herzlich für ihr großzügiges Geschenk an die Stadt Wolfsburg. „Es freut mich sehr“, so Oberbürgermeister Weilmann, „dass an passender Stelle und auf beeindruckende Weise an diese herausragende Persönlichkeit der Stadtgeschichte erinnert wird.“
Bronze steht im Stadtmuseum
Die Büste ist zusammen mit Informationen über die Lebenswege Volkmar Köhlers und des Künstlers Kurt Harald Isenstein ab sofort im Stadtmuseum im M2K in den Schlossremisen zu sehen (geöffnet Mittwoch bis Sonntag von 12 bis 18 Uhr).
Volkmar Köhler saß Isenstein während eines Besuchs bei dessen Familie in Kopenhagen Modell für eine Tonskulptur. Die davon abgeformte Bronzebüste ist bislang nie öffentlich gezeigt worden und hat nun ihren Platz im Stadtmuseum gefunden. Köhler fungierte als Oberbürgermeister im Jahr 1972, als Wolfsburg durch die Eingemeindungen zur Großstadt wurde. In seinen Funktionen in der Lokalpolitik hatte er sich stets für die Förderung von Kunst und Kultur stark gemacht. Zudem war der spätere Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit als privater Kunstsammler engagiert.
Das Kunstwerk war 1978 von Kurt Harald Isenstein geschaffen worden, der wie Köhler aus Hannover stammte und ein Freund der Familie war. 1933 von den Nationalsozialisten verfolgt und zeitweilig inhaftiert, emigrierte der durch Porträtbüsten von Prominenten bekannt gewordene Künstler nach Dänemark und wirkte dort und in Schweden fortan weiter als Porträtist und als Kunsterzieher. Auch in Wolfsburg leitete er 1970 ein Seminar an der Volkshochschule. Kurz vor seinem Tod 1980 erwarb die Stadt auf Anregung Köhlers seine Natursteinplastik Gib mir den Ball, die zwei im Spiel streitende Kinder darstellt. Das Original ist im Klinikum, ein Bronzeabguss an der St. Petri-Kirche in Vorsfelde zu sehen.

