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Corona-Krise: Krisenstab trifft sich täglich - Behelfskrankenhaus geplant

Wichtige Entscheidungen zur Eindämmung des Coronavirus werden getroffen.

(Symbolbild)
(Symbolbild) Foto: Marvin König

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25.03.2020

Wolfsburg. Seit vergangener Woche tagt mehrmals täglich ein Krisenstab, um für die Eindämmung des Coronavirus in Wolfsburg wichtige Entscheidungen zu treffen und umzusetzen. Bereits vor der Einberufung dieses formellen Stabes erarbeitete seit Ende Februar eine Koordinierungsgruppe für die jeweils aktuelle Lage entsprechende Vorkehrungen. Das teilt die Stadt Wolfsburg in einer Pressemitteilung mit.


Die operative Einsatzleitung im Krisenstab obliegt Lothar Laubert, der sowohl für die Funktion als Stabsleiter geschult ist, aber auch fachlich als Leitung des Geschäftsbereichs Soziales beste Voraussetzungen hat. Zum Stab gehören neben Oberbürgermeister Klaus Mohrs (Leiter des Krisenstabes) Vertreter von Gesundheitsamt, Feuerwehr, Polizei, Ordnungsamt, Öffentlichkeitsarbeit, Versorgungsbetriebe, Informations- und Kommunikationstechnik, Hilfsorganisationen, Reservisten der Bundeswehr, Koordinatoren für Personalplanung und Beschaffung als auch für diese Lage des Klinikums Wolfsburg.

Darüber hinaus unterstützen und arbeiten viele Geschäftsbereiche im Rathaus eng mit dem Krisenstab zusammen, zum Beispiel der Geschäftsbereich Bürgerdienste (Gewerbe und Verkehr, Servicecenter), der Geschäftsbereich Gesundheit und Soziales (Flüchtlingsunterkünfte, Heimaufsicht, Gesundheitsamt), das Rechtsamt (Erlass von Allgemeinverfügungen), das Dezernat Jugend, Bildung und Integration (Kindergärten Schulen), das Baudezernat (Planungen). Vorangetrieben wurden hier die verschiedenen Regelungen und Maßnahmen, die zunächst jede Kommune für sich selbst zu treffen hatte, und schließlich die Umsetzung der Richtlinien von Bundes- und Landesebene.

"Wir machen uns die Entscheidungen nicht leicht"


"Als Stabsleiter obliegt es mir, die einzelnen Maßnahmen des Krisenstabes und ihre jeweiligen Auswirkungen auf die betroffenen Bereiche untereinander abzuwägen. Die Entscheidungen für eine immer stärkere Einschränkung des sozialen Lebens in unserer Stadt machen wir uns nicht leicht", bekräftigt Oberbürgermeister Klaus Mohrs. "Die vielen Entbehrungen, die sie für die verschiedenen Menschen und Organisationen in unserer Stadt bedeuten, haben wir detailliert diskutiert. Um die Verbreitung des Virus einzudämmen, sind sie jedoch unvermeidbar."

Von Beginn an ein wichtiges Thema ist auch das Besorgen notwendiger medizinischer Ausstattung und Schutzausrüstung – zum Beispiel das notwendige Material für die Infektionstests oder aber auch Schutzanzüge und Mundschutz. Weil das Coronavirus weltweite Auswirkungen auch auf die Produktion und Verbreitung von Wirtschaftsgütern hat, ist dies besonders schwierig. "Die Zusammensetzung des Stabes bildet eine optimale Basis, um diverse Materialquellen nutzen zu können", sagt der operative Einsatzleiter Lothar Laubert. "Wir sind froh, dass nun auch Bundes- und Landesregierung unterstützen. Sind kürzlich noch Bestellungen an Landesgrenzen hängen geblieben, kommen jetzt vermehrt Lieferungen an." So ist Wolfsburgs Bedarf nun vorerst wieder für Wochen gedeckt.

Behelfskrankenhaus geplant


Aktuell etwa arbeitet der Stab außerdem intensiv an einer baldigen, deutlichen Ausweitung der Kapazitäten zur Gesundheitsversorgung in Form eines Behelfskrankenhauses. Thema sind auch immer wieder Detailfragen in der Umsetzung der Regelungen, Gebote und Verbote. Hier entstehen die stetig aktualisierten Allgemeinverfügungen der Stadt Wolfsburg.


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