Wolfsburg. Die BBS II Wolfsburg hat erstmals den Fachpraxisunterricht der Berufseinstiegsklasse Hauswirtschaft an den Ramadan angepasst. So konnten fastende Schülerinnen und Schüler gemeinsam nach Sonnenuntergang kochen und essen, ohne religiöse Regeln zu brechen, berichtet die Schule in einer Pressemitteilung.
Da viele Schüler während des Ramadans tagsüber nicht essen, verlegte das Lehrerteam den Kochunterricht in den Nachmittag. Neben dem kulinarischen Aspekt sollte das Projekt auch dem interreligiösen Dialog dienen. Muslimische Schüler erklärten ihren christlichen Mitschülern die Bedeutung des Fastens und stellten typische Gerichte aus ihren Herkunftsländern vor.
Internationale Speisen und traditionelle Rituale
Auf der Speisekarte standen unter anderem gefüllte Weinblätter (Syrien), Eintopf mit Lamm und Bohnen (Iran) sowie Baklava (Türkei). Die Schüler wählten die Gerichte selbst aus, kauften Zutaten ein und kochten weitgehend eigenständig – teils mit telefonischer Unterstützung ihrer Familien. Begleitet wurde das Projekt von den Fachpraxislehrerinnen Sybille Nemitz und Tanja Schreiber.
Nach dem Kochen wurde das Fasten – wie in vielen Ländern üblich – auf dem Boden sitzend gebrochen. Muslimische Schüler konnten zudem gemeinsam beten. Der Abend bot Raum für interkulturellen Austausch über Essgewohnheiten und Gewürze, so die Vertreterin der Öffentlichkeitsarbeit an der Schule, Stephanie Hüging, in einer Pressemitteilung.

Nach dem Kochen wurde das Fasten – wie in vielen Ländern üblich – auf dem Boden sitzend gebrochen Foto: BBS II Wolfsburg