Flüchtlingsunterkünfte: Stadt schließt Nutzung als Wohnungen nicht aus

von Eva Sorembik


Inzwischen sind in den Einrichtungen viele Plätze frei. Symbolfoto: Jan Borner Foto: Jan Borner

Wolfsburg. Wie stark sind die vorhandenen Flüchtlingsunterkünfte noch frequentiert und welche Pläne gibt es für die Nachnutzung der Einrichtungen? Mit diesen Fragen wandte sich kürzlich die CDU-Ratsfraktion an die Verwaltung. In der jüngsten Ratssitzung am vergangenen Mittwoch wurden sie beantwortet.


Nach Informationen von Ines Bothe stehen in den vier aktuell noch genutzten Flüchtlingsunterkünften Hafenstraße 28/30 (Neubau), Dieselstraße 50, Suhler Straße 3 und Theodor-Heuss-Straße 46a insgesamt 904 Plätze zur Verfügung. Davon seien 505 aktuell belegt.

Im Bezug auf die Frage, ob es Überlegungen gebe, nicht benötigte Unterkünfte schnellstmöglich anderen Nutzungen zuzuführen und zum Beispiel als Studentenwohnungen einzurichten, beziehungsweise zur Verfügung zu stellen, um auf diesen Weg Einnahmen für die Stadt zu erwirtschaften, führte die Stadträtin aus, das dies zur Zeit bereits der Fall sei. „Die Unterkunft am Drömlingstadion wird seit Bezugsfähigkeit im Mai 2017 bereits für die Unterbringung von anerkannten Flüchtlingen genutzt. Hierfür werden Nutzungsgebühren für die Wohneinheiten erhoben, die vom Jobcenter Wolfsburg im Rahmen des ALG II als Unterkunftskosten anerkannt und an die Stadt gezahlt werden“, so Bothe.

Nachnutzung bereits intensiv in Planung


Die noch leerstehenden Wohneinheiten sollen in nächster Zeit ebenfalls belegt werden. Die Unterkunft Hagebergstraße soll demnächst verkauft werden. Und auch grundsätzlich gebe es Überlegungen, nicht benötigte Gebäude einer Wohnnutzung zuzuführen und gegebenenfalls zu veräußern, so Bothe abschließend. Die Voraussetzungen würden hier für jede Unterkunft im Einzelnen geprüft.


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