Kehrt Wirtschaftsdezernent Hofschröer Wolfsburg bald den Rücken zu?

Möglicherweise schlägt Jens Hofschröer bal eine ganz andere, berufliche Laufbahn ein.

Jens Hofschröer.
Jens Hofschröer. | Foto: WMG/Nina Stiller

Wolfsburg. Der Stadtrat für Digitales und Wirtschaft der Stadt Wolfsburg, Jens Hofschröer, ist vom Vorstand des CDU-Stadtverbandes Lingen als parteiunabhängiger Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters in seiner Heimatstadt benannt worden. Darüber berichtet die Stadt Wolfsburg in einer Pressemitteilung am heutigen Montag.



Hofschröer ist zugleich Geschäftsführer der Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH (WMG). Die Kandidatur erfolge unabhängig von seiner Tätigkeit bei der Stadt Wolfsburg. Eine Entscheidung über die offizielle Aufstellung soll auf einer kommenden Mitgliederversammlung getroffen werden, so die Stadt Wolfsburg.

Enge Zusammenarbeit


„Der Personalvorschlag unterstreicht die überregionale Wahrnehmung der Arbeit, die Jens Hofschröer in und für Wolfsburg seit vielen Jahren leistet – sowohl in seiner Funktion als Wirtschaftsdezernent als auch als Geschäftsführer der WMG“, so Oberbürgermeister Dennis Weilmann. Der Oberbürgermeister sieht darin eine Bestätigung dafür, dass die in Wolfsburg angestoßenen und umgesetzten Vorhaben in den Bereichen Wirtschaft, Standortentwicklung, Digitalisierung und Stadtmarketing auch weit über die Stadtgrenzen hinaus Beachtung finden.

Das Verhältnis zwischen dem Oberbürgermeister und dem Wirtschaftsdezernenten sei seit Jahren von einer sehr engen, vertrauensvollen und verlässlichen Zusammenarbeit geprägt. Beide hätten zentrale Themen der Stadtentwicklung, der Wirtschaftsförderung und der strategischen Ausrichtung Wolfsburgs gemeinsam vorangetrieben – im offenen Austausch, mit kurzen Abstimmungswegen und einem gemeinsamen Anspruch an Qualität, Verantwortung und Umsetzung.

„Wir arbeiten in Wolfsburg seit Jahren Schulter an Schulter – lösungsorientiert, verlässlich und im engen Austausch. Diese Zusammenarbeit war und ist ein Gewinn für unsere Stadt“, so Oberbürgermeister Dennis Weilmann. „Persönlich freue ich mich für ihn – zugleich wäre ein möglicher Wechsel natürlich auch ein Verlust für Wolfsburg. Ich weiß aber aus eigener Erfahrung, dass es etwas ganz Besonderes ist, Oberbürgermeister seiner Heimatstadt zu sein.“

Keine Auswirkungen auf Arbeit


Jens Hofschröer, seit Februar 2023 Wirtschaftsdezernent der Stadt Wolfsburg und bereits seit Januar 2018 Geschäftsführer der WMG, betont: „Meine Kandidatur ist eine persönliche Entscheidung und hat keinerlei Auswirkungen auf meine Arbeit für die Stadt Wolfsburg. Ich stehe weiterhin mit voller Verantwortung und klarer Priorität für meine Aufgaben als Stadtrat und Geschäftsführer der WMG ein. Dafür danke ich dem Oberbürgermeister sowie dem gesamten Vorstand und meinem Team ausdrücklich für das Vertrauen und die enge Zusammenarbeit. Die laufenden Aufgaben und Projekte werden mit größtmöglicher Energie weitergeführt – in enger Zusammenarbeit mit Politik und Gremien ebenso wie mit Unternehmen, Institutionen und Partnern. Bis zu einer Entscheidung der Wählerinnen und Wähler in meiner Heimatstadt Lingen werde ich meine Aufgaben als Stadtrat für Digitales und Wirtschaft sowie als Geschäftsführer der WMG vollumfänglich wahrnehmen.“

Mit der Benennung reihe sich Jens Hofschröer in eine Entwicklung ein, die Wolfsburg in den letzten Jahren mehrfach erlebt hat: Nach Monika Müller, die den Verwaltungsvorstand der Stadt Wolfsburg Ende 2023 als Oberbürgermeisterin in Richtung Rastatt verlassen hat, ist Hofschröer bereits die dritte Person, die – neben dem amtierenden Oberbürgermeister Dennis Weilmann – in den vergangenen fünf Jahren als Oberhaupt einer Kommune infrage kommt. Wolfsburg zeige damit erneut die Qualität und Professionalität seiner Verwaltungsspitze, die auch über die Stadtgrenzen hinaus hohe Anerkennung genießt.

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