Wolfsburg. Posten und Teilen im Netz und was tun gegen Mobbing? Zu diesem Thema diskutierte der Kinderbeirat den sicheren Umgang in sozialen Netzwerken und Anti-Mobbingstrategien. Geleitet wurde die Diskussionsrunde vom Sozialpädagogen Maik Rauschke.
Darf ich Fotos von anderen Personen in den sozialen Netzwerken teilen? Welche persönlichen Fotos sollte ich besser nicht in WhatsApp, Facebook & Co. posten? Was kann ich tun, wenn Fotos von mir oder anderen Personen ohne Zustimmung im Umlauf sind? Wie entsteht Mobbing und was kann ich dagegen tun? Diese Themen hat das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Wolfsburg auf Wunsch des Kinderbeirates auf die Tagesordnung der vergangenen Sitzung gesetzt. Um dieser ernsten Thematik auf praktische Art und Weise zu begegnen, wurde Sozialpädagoge Maik Rauschke, der sich um das Thema Mediennutzung in der Jugendförderung der Stadt kümmert, eingeladen. Anhand eines beispielhaften Selfies aus dem Internet erarbeitete Rauschke gemeinsam mit den Beiratsmitgliedern, unter welchen Bedingungen Fotos im Internet oder auf WhatsApp, Snapchat etc. geteilt werden dürfen und wer diese Entscheidung letztendlich treffen muss.
"Wichtig war uns vor allem, zu vermitteln, dass jeder Mensch ein Recht am eigenen Bild hat. Danach entscheidet jeder selbst darüber, ob und in welchem Zusammenhang eigene Bilder veröffentlicht werden dürfen. Das ist Bestandteil des grundgesetzlich geschützten Rechts auf informationelle Selbstbestimmung und spiegelt sich auch in den Regelungen des Kunsturheberrechtsgesetzes wider", erklärte Wirtschaftsjuristin Katrin Binius, Kinderbeauftragte der Stadt Wolfsburg. Anhand eines Videos, welches eine Mobbing-Situation darstellte, diskutierte der Kinderbeirat über Ursachen, Folgen und Maßnahmen bei Mobbing. Gemeinsam erarbeitet wurde die Definition von Mobbing als systematische, anhaltende, konsequente und geplante auf ein Opfer ausgetragene Gruppenaktion. Maik Rauschke appellierte an den Kinderbeirat: "Schaut nicht weg, wenn ihr eine Mobbingsituation beobachtet. Zeigt Zivilcourage und kommt dem Mobbingopfer zu Hilfe. Nur so lässt sich Mobbing aktiv bekämpfen."
Während der Diskussion berichteten die Kinder auch von ihren persönlichen Erfahrungen und Berührungspunkten mit Mobbingfällen. Als Lösungsmöglichkeiten, um gegen Mobbing vorzugehen, nannten die Beiratsmitglieder die Vertrauenslehrer/innen oder auch Streitschlichter/innen an Schulen, an die man sich wenden könne. Diese müssten aber noch besser zum Thema Mobbing geschult sein, um im Ernstfall angemessen reagieren zu können. Zudem wünschten sie sich, dass das Thema Mobbing stärker in den Unterricht integriert werde. Ein selbsterstelltes Anti-Mobbing-Video wurde auch als zielführende Maßnahme genannt.
Kinderbeirat diskutiert sicheren Umgang in sozialen Netzwerken
Der Kinderbeirat der Stadt Wolfsburg sprach über das Thema Mobbing in sozialen Netzwerken. Foto: Stadt Wolfsburg
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