Wolfsburg. Sieben Jungen und Mädchen, die zwischen elf und 14 Jahre alt sind, waren Teil einer Gruppe von Spielexperten des diesjährigen JULIUS-CLUB. Während der viertägigen Veranstaltung, die in dieser Woche in der Musikbibliothek im Alvar-Aalto-Kulturhaus stattfand, sollten sie Computerspiele und Apps nicht nur spielen, sondern auch bewerten.
An acht Stationen konnte jeweils für 20 Minuten mit diversen Konsolen gespielt und getestet werden. Dann wurde an eine andere Spielstation gewechselt. Die Meinung und Erfahrung der jungen Spieler war gefragt, wenn es darum ging, jedes Spiel in vier Kategorien zu beurteilen: Spielspaß, Verständlichkeit, Steuerung und Grafik. Die Skala jeder Kategorie war dabei unterteilt in sechs Emojis, die ausdrücken sollten, wie gut oder schlecht ein Spiel von den Jugendlichen eingeschätzt wurde. Neben diesen vordefinierten Feldern gab es auf dem Bewertungsbogen auch noch Platz für weitere freie Kommentare der jugendlichen Spieltester.
Echte Experten an der Arbeit
An dieser Stelle wurde sich zwar weit weniger geäußert als bei den anderen Fragen des Bewertungsbogens; die Formulierungen verrieten aber allesamt, dass in der Musikbibliothek wirkliche Experten an der Arbeit waren. Von „Die Steuerung ist wirklich schwer!" über „Es ist das erste Spiel von Nintendo, in dem man ein eigenes Level bauen kann“ bis hin zu längeren Inhaltsbeschreibungen, für die der Platz fast nicht reichte. Außerdem sollten die Jugendlichen fünf aus 32 Begriffen vom Bewertungsbogen auswählen, die das Spiel aus ihrer Sicht beschreiben. Der „Landwirtschaftssimulator“ wurde zum Beispiel dabei von einem Tester mit nur drei Begriffen bedacht, von denen zwei „langweilig“ und „lahm“ waren. Abschließend wählten die Tester eines der getesteten Spiele zu ihrer persönlichen Nummer Eins.
Organisatoren sind begeistert
Jana Schindler, Lydia Riemann und Uwe Nüstedt, die Organisatoren der Veranstaltung, sind beeindruckt, wie diszipliniert die jungen Tester waren. „Es war ein reibungsloser Ablauf! Nach 20 Minuten wechselten die Jugendlichen ohne zu Klagen zur nächsten Station!“, ist Jana Schindler begeistert. Und Lydia Riemann freut sich schon auf die Auswertung der Bewertungsbögen: „Die Siegergames werden wir unter anderem in der Spielstadt während der phaenomenale (18. - 20. August) in der Bürgerhalle zum Spielen anbieten!"
Spiele stehen der Öffentlichkeit zur Verfügung
Alle Spiele, die während der Tests gespielt wurden, können den ganzen August über im „Super-Gaming-Monat" während der Öffnungszeiten der Musikbibliothek gespielt und entliehen werden. Die Musikbibliothek im ersten Obergeschoss des Alvar-Aalto-Kulturhauses ist montags, dienstags, donnerstags und freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Hier kann auch die neue Spielestation der Bibliothek ausprobiert werden.

