Landessynode spricht sich gegen völkischen Nationalismus aus


Die braunschweigische Landessynode zeigt sich besorgt über Rechtsextremismus in Politik und Gesellschaft. Symbolfoto: pixabay
Die braunschweigische Landessynode zeigt sich besorgt über Rechtsextremismus in Politik und Gesellschaft. Symbolfoto: pixabay Foto: Pixabay

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22.11.2019

Goslar. Die braunschweigische Landessynode zeigt sich besorgt über Rechtsextremismus in Politik und Gesellschaft. Völkischer Nationalismus finde zunehmend Widerhall und biete den geistigen Nährboden für Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Diese Positionen seien mit dem christlichen Menschenbild nicht zu vereinen, heißt es in einer Stellungnahme, die das Kirchenparlament am 22. November in Goslar verabschiedet hat. Das teilt die Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig mit.


Zu einem christlichen Leitbild gehörten vielmehr Gastfreundschaft und Mitmenschlichkeit.

Beunruhigt sei die Landessynode über die Entwicklung der AfD, die ihren Bundesparteitag am 30. November und 1. Dezember in Braunschweig veranstaltet. In Äußerungen führender Vertreter entferne sich die Partei von den Grundlagen unserer Demokratie. Vor diesem Hintergrund unterstützt die Landessynode friedliche Proteste und ruft alle Gemeinden und kirchlichen Akteure auf, ihrer Mitverantwortung für Staat und Gesellschaft in geeigneter Weise Ausdruck zu verleihen.

Schock über den Anschlag auf die Synagoge von Halle


Noch immer sitze der Schock über den Anschlag auf die Synagoge von Halle tief. Er zeige, wie sehr der Antisemitismus nach wie vor ein gefährliches Erbe unserer Kultur darstelle. „Es erfüllt uns mit Scham, dass jüdische Bürgerinnen und Bürger in unserem Land um Leib und Leben fürchten müssen und die jüdischen Gemeinden ihre Gottesdienste nicht ohne Angst vor Angriffen feiern können.“

Außerdem bittet die Synode alle Menschen, der Verrohung von Kommunikation insbesondere in den sozialen Medien entgegenzuwirken und der Wahrheit die Ehre zu geben. Populismus und Schmähungen sowie Hass und Hetze dürften Menschen nicht beschädigen und das zivilisierte Miteinander untergraben.


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