Lange Wartezeiten bei Impfungen: Stadt sucht nach Lösungen

Die weiteren Vor-Ort Termine sollen in Räumen stattfinden, bei denen Wartemöglichkeiten in Vorräumen vorhanden sind.

von Anke Donner


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Symbolbild Foto: Rudolf Karliczek

Wolfsburg. In den vergangenen Tagen kam es in Wolfsburg häufig zu langen Wartezeiten und Schlangen an den Impfstationen, besonders hoch war der Andrang beim Mobilen-Impfteam am Gesundheitszentrum. Hier brauchten die Impfwilligen viel Geduld, Zeit und Durchhaltevermögen - vor allem angesichts der kälteren Temperaturen und den fehlenden Sitzgelegenheiten war die Stimmung mitunter angespannt. Die Stadt verspricht nachzubessern.


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Derzeit bietet die Stadt Wolfsburg an verschiedenen Stellen Impfungen durch die mobilen Impfteams an. Unter anderem können sich Bürger heute von 14 bis 18 Uhr im Rathaus impfen lassen. Außerdem werden Vor-Ort-Impfen in der City-Galerie und am Gesundheitsamt angeboten. Doch mit steigenden Coronazahlen, aktuell liegt die Inzidenz in Wolfsburg bei 163,1, wollen sich auch immer mehr Menschen impfen lassen, oder brauchen ihre Auffrischung. Besonders viele Menschen fanden sich am Montag am Gesundheitsamt ein, um sich ihren Pieks zu holen. Das ist auch der Stadt nicht entgangen. „Wir bedauern, dass es vor allem gestern bei unwirtlichen Temperaturen zu längeren Wartezeiten im Freien kam und haben dies selbstverständlich zum Anlass genommen, umzusteuern", sagt Stadträtin und Dezernentin für Soziales, Gesundheit, Klinikum und Sport, Monika Müller auf Nachfrage.

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Impfungen werden aufgestockt


Zwar habe man die Öffentlichkeit daraufhin gewiesen, dass es aufgrund des Impfens ohne Anmeldung und ohne Termin manchmal auch zu längeren Wartezeiten komme, aber trotzdem sollte diese nicht übermäßig lange sein. "Daran arbeiten wir und werden hoffentlich schon bald mit weiterer Verstärkung mehr Menschen an einem Tag ein Angebot machen können. Sobald die Impfungen in den Pflegeheimen abgeschlossen sind, werden wir dann ab der letzten Novemberwoche mehr Kapazitäten haben. Bis dahin raten wir vor allem älteren Menschen mit Einschränkungen zunächst einen Termin beim eigenen Hausarzt oder niedergelassenen Ärzten zu versuchen, zumal dann auch die persönliche Krankheitsgeschichte besprochen und einbezogen werden kann oder noch beispielsweise über eine mögliche Grippeschutzimpfung beraten werden oder diese gleich durchgeführt werden kann", rät Müller.

Auch bezüglich der Wartesituationen soll es Verbesserungen geben. Die weiteren Vor-Ort Termine sollen in Räumen stattfinden, bei denen Wartemöglichkeiten in Vorräumen vorhanden sind. Zudem soll bald mehr Personal eingesetzt werden, um das Impfen schneller voranzubringen. „Weitere Impfangebote zur Unterstützung sind notwendig, weil die bestehenden Möglichkeiten nicht ausreichen. Die Finanzierung der Mobilen Teams erfolgt über das Land Niedersachsen. Das Land hat uns nun weitere Mittel bewilligt, um noch zwei Teams aufbauen zu können", ergänzt Oberbürgermeister Dennis Weilmann.


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