PingPongParkinson: Tischtennis für Erkrankte

Dieser Sport soll Erkrankten aus der Region helfen.

Symbolfoto.
Symbolfoto. Foto: Pixabay

Wolfsburg. Am Sonntag, dem 16. Oktober, öffnet die Sporthalle der Käferschule in Reislingen (Lavinia-Fontana-Straße 1, 38446 Wolfsburg) ihre Türen, um als Teil der Initiative "PingPongParkinson" Personen mit Parkinsonerkrankung das Tischtennisspielen näher zu bringen. Anfänger, Hobbyspieler und Tischtennisprofis können von 10 Uhr bis 12 Uhr die Schläger schwingen, teilte die Stadt mit.


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Gemeinsam mit dem StadtSportBund Wolfsburg, dem TSV Heiligendorf, dem VfB Fallersleben, dem MTV Vorsfelde, dem SSV Neuhaus, dem SV Sandkamp sowie der Parkinson Selbsthilfegruppe der KISS Wolfsburg (Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe des Paritätischen Wolfsburg) bietet der Geschäftsbereich Sport der Stadt zukünftig Tischtennis für Parkinson-Erkrankte an. Dabei ist das Angebot nicht nur auf Wolfsburger beschränkt, sondern steht allen Betroffenen in der Region offen. Tischtennistrainer aus den Sportvereinen der Projektgruppe sollen mit Ratschlägen und Hilfestellung als Spielpartner zum Start zur Seite stehen und Fragen zu den Trainingsmöglichkeiten bei den Vereinen vor Ort beantworten. Medizinisches Fachpersonal werde die Veranstaltung vor Ort betreuen. Eine Teilnahme ist ohne Voranmeldung möglich, hieß es.

Japanische Wissenschaftler belegten Nutzen von Ping-Pong für Parkinson-Erkrankte


Für die mittlerweile mehr als 700 Mitglieder der Initiative "PingPongParkinson" in knapp 100 Stützpunktvereinen deutschlandweit sei Tischtennisspielen ein wirksames Mittel, die Symptome der Parkinsonerkrankung zu lindern, hieß es weiter. Die positive Wirkung des Tischtennis-Sport wurde inzwischen auch von japanischen Wissenschaftlern der Fukuoka University empirisch belegt. Die Studie ergab, dass sich bei Menschen mit Parkinson, die sechs Monate lang regelmäßig an einem Ping-Pong-Trainingsprogramm teilnahmen, eine Verbesserung Ihrer Symptome zeigte. Unter anderem ließen sich positive Effekte auf Sprache, Handschrift und Mobilität erkennen.

"In Zusammenarbeit mit den vielen engagierten Vereinen können wir dieses wichtige Angebot für Menschen mit Parkison-Erkrankung nun auch in Wolfsburg anbieten", freut sich Monika Müller, Dezernentin für Soziales, Gesundheit, Klinikum und Sport. "Wir möchten alle Menschen mit dieser Erkrankung ermutigen, gemeinsam aktiv zu sein und der Krankheit entgegenzuwirken." Sie danke allen Engagierten, die dieses Angebot möglich machten.


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