Ramadan: Werbetafeln setzen Zeichen für Vielfalt

Mit einer besonderen Aktion möchte die Palästinensische Gemeinschaft Wolfsburg e.V. einen Beitrag für eine respektvolle, offene und vielfältige Stadt leisten. Für das kommende Jahr ist eine noch größere Aktion geplant.

In diesem Jahr wird der Ramadan über die digitalen Stadtbildschirme sichtbar gemacht.
In diesem Jahr wird der Ramadan über die digitalen Stadtbildschirme sichtbar gemacht. | Foto: Palästinensische Gemeinde Wolfsburg e.V.

Wolfsburg. Manch einem Passanten dürfte es schon aufgefallen sein: Seit dem gestrigen Dienstag weisen die städtischen Werbetafeln mit dem Motiv „Ramadan Kareem – رمضان كريم“ auf den muslimischen Fastenmonat Ramadan hin, der am heutigen Mittwoch – zeitgleich mit der christlichen Fastenzeit – beginnt. Initiator ist die Palästinensische Gemeinde Wolfsburg in Kooperation mit der WMG Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH. Die Botschaft wird bis zum 20. März auf den digitalen Displays in der Wolfsburger Innenstadt ausgestrahlt.



Dem Projekt gingen intensive Vorbereitungen, Gespräche und Abstimmungen voraus, wie es in einer Pressemitteilung der Palästinensischen Gemeinde Wolfsburg e.V. heißt. Deren Vorsitzender Mamoon Asakra habe das Konzept entwickelt und die Umsetzung in enger Abstimmung mit den zuständigen Stellen vorbereitet. Von der ersten Idee bis zur Realisierung sei das Projekt durch die Palästinensische Gemeinde Wolfsburg koordiniert und getragen worden.

Kooperation mit der WMG


Für die Umsetzung der Ausstrahlung auf den städtischen Displays stand demnach die WMG Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH unterstützend zur Seite, die den Kontakt zur Firma Ströer Deutsche Städte Medien GmbH, die Eigentümerin und Betreiberin der digitalen Displays in der Innenstadt ist, herstellte und die organisatorische Abstimmung konstruktiv begleitete. Die Kosten für die Schaltung des Ramadan-Motivs auf den digitalen Displays seien vom Islamischen Kulturzentrum Wolfsburg übernommen worden.

Das ist für nächstes Jahr geplant


In diesem Jahr werde der Ramadan somit über die digitalen Stadtbildschirme sichtbar gemacht. Für das kommende Jahr plane man jedoch einen weiteren, deutlich größeren Schritt: eine fest installierte, gut sichtbare Ramadan-Beleuchtung in der Wolfsburger Innenstadt. Geplant sei eine hochwertige, mehrere Meter breite Beleuchtung, die während des gesamten Ramadan zentral im Stadtbild angebracht werden soll. Ziel sei es, ähnlich wie in anderen deutschen Städten, ein sichtbares Zeichen für religiöse Vielfalt, gegenseitigen Respekt und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu setzen. Die Beleuchtung solle nicht nur dekorativen Charakter haben, sondern bewusst als Symbol für Dialog, Offenheit und ein friedliches Miteinander stehen. Die Vorbereitungen hierfür laufen bereits, so die Palästinensische Gemeinde.

Zeichen des Miteinanders


Ein wichtiger Impuls für dieses Vorhaben sei das Abraham-Forum in Wolfsburg im vergangenen Dezember gewesen: Bei dieser Veranstaltung seien der interreligiöse Dialog sowie das respektvolle und friedliche Zusammenleben der unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften im Mittelpunkt gestanden. Als Palästinensische Gemeinde Wolfsburg habe man aktiv teilgenommen und dort erstmals die Idee einer Ramadan-Beleuchtung vorgestellt – die positive Resonanz habe die Gemeinde darin bestärkt, dieses Projekt weiterzuverfolgen.

Man verstehe dieses Engagement als Beitrag zu einem respektvollen, offenen und vielfältigen Wolfsburg. Die Sichtbarkeit des Ramadan im Stadtbild solle ein Zeichen des Miteinanders sein und zeigen, dass unterschiedliche religiöse Traditionen ihren Platz in der Stadtgesellschaft haben.

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