Wolfsburg. Ein 87-jähriger Autofahrer hat am Montag vor zwei Wochen auf der Braunschweiger Straße in Wolfsburg für gefährliche Situationen gesorgt. Der Mann fuhr wiederholt in den Gegenverkehr und ignorierte eine rote Ampel, wie die Polizei jetzt mitteilt.
Nun suchen die Beamten weitere Zeugen, die durch die Fahrweise des 87-Jährigen gefährdet wurden. Ein Zeuge, der gemeinsam mit seiner Tochter unterwegs war, bemerkte am 5. Januar gegen 20 Uhr einen entgegenkommenden Wagen auf dem linken Fahrstreifen. Trotz Lichthupe fuhr der Wagen unbeeindruckt weiter. Weitere Verkehrsteilnehmer mussten ausweichen, um Unfälle zu verhindern. Der Zeuge informierte die Polizei, während er das Auto im Rückspiegel beobachtete, wie dieses wendete und in seine Richtung zurückfuhr.
Polizei stoppt riskante Fahrt
Der Senior setzte seine Fahrt in Richtung Autobahn fort, verfolgt von dem Zeugen, der den Beamten den Fahrweg durchgab. Auf der A39 verließ der Fahrer die Autobahn bei Mörse, bog in Richtung Heinenkamp ab und missachtete erneut eine rote Ampel. Schließlich fuhr er auf der Gegenfahrbahn der Hattorfer Straße, bis die Polizei ihn am Feldscheunenweg stoppte.
Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der Mann aufgrund erheblicher Einschränkungen nicht mehr sicher fahren konnte. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Die Polizei bittet Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise des Seniors gefährdet wurden, sich beim 7. Fachkommissariat in Wolfsburg unter der Telefonnummer 05361/46460 zu melden.

