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VW will bis 2025 Marktführer in Sachen Elektromobilität werden



VW will bis 2025 Marktführer in Sachen Elektromobilität werden

Der Konzern- und Produktionsstandort in Wolfsburg wird transformiert. Auch in Salzgitter und Braunschweig gibt es Investitionen.

Symbolbild
Symbolbild Foto: Rudolf Karliczek

Wolfsburg. Im Rahmen der aktuellen Planungsrunde hat der Volkswagen Konzern am heutigen Donnerstag die weitere Elektrifizierung seiner europäischen Standorte beschlossen, mit dem Ziel bis 2025 Marktführer bei der Elektromobilität zu werden. Dafür soll der Konzern- und Produktionsstandort in Wolfsburg transformiert und die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns durch höhere Investitionen in Zukunftstechnologien weiter gestärkt werden, heißt es in einer Pressemitteilung.



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Erstmals machten die Zukunftsinvestitionen, primär in E-Mobilität und Digitalisierung, mit 89 Milliarden Euro beziehungsweise 56 Prozent, den größten Anteil der Gesamtinvestitionen von 159 Milliarden Euro aus. Volkswagen erwartet, dass jedes vierte verkaufte Fahrzeug im Jahr 2026 einen batterieelektrischen Antrieb hat.

Projekt Trinity bestätigt



Allein an den niedersächsischen Standorten investiert der Konzern rund 21 Milliarden Euro. Der überwiegende Anteil hiervon fließt in Produktions- und Komponentenstandorte. Für Wolfsburg wurde die Elektrifizierung des Standortes mit dem Projekt Trinity bestätigt. Außerdem ist angesichts der hohen Nachfrage nach E-Autos die Einrüstung des ID.3 für eine Vollfertigung ab dem Jahr 2024 geplant, deren Wirtschaftlichkeit durch ein Standortpaket sichergestellt werden soll. Vor 2024 ist eine Teilfertigung mit Belieferung aus Zwickau vorgesehen. Mit diesem Plan will das Unternehmen zusätzliches Marktvolumen bedienen, das Zwickau alleine angesichts langfristig guter Auslastungsprognosen nicht erfüllen könnte.

Die deutschen Komponentenwerke setzen ihre 2015 eingeleitete Transformation hin zur E-Mobilität fort. In Braunschweig, Salzgitter und Kassel investiert der Konzern in den weiteren Ausbau der bestehenden MEB-Fertigung von Batteriesystem, Rotor/Stator und E-Motor. Zusätzlich bereiten sich die Standorte bereits auf die Fertigung wesentlicher Komponenten der SSP-Plattform vor. Damit mache Volkswagen den nächsten Schritt bei seiner strategischen Weiterentwicklung zum Schlüsselanbieter für E-Module und E-Plattformen.


Salzgitter wird europäischer Batterie-Hub


Der Standort Salzgitter wird weiter zum europäischen Batterie-Hub ausgebaut: Der Konzern investiert rund 2 Milliarden Euro, um ab 2025 in seiner niedersächsischen Gigafabrik Batteriezellen für das Volumensegment der Volkswagen Einheitszelle zu produzieren. Darüber hinaus werden Entwicklung, Planung und Produktionssteuerung der Batterieaktivitäten in Salzgitter gebündelt: Hierfür hat der Aufsichtsrat heute die Gründung einer Gesellschaft europäischen Rechts genehmigt. Diese wird die batteriebezogenen Aktivitäten des Konzerns bündeln und perspektivisch die Beteiligung Dritter ermöglichen. Die neue Gesellschaft wird auch die in dieser Woche vereinbarten strategischen Partnerschaften mit Umicore, 24M und Vulcan Energy verantworten.

Transformation Wolfsburg – Vision für 2030 vereinbart


Das Projekt Trinity wurde für den Standort Wolfsburg bestätigt und eine Prüfung weiterer Derivate im Rahmen der nächsten Planungsrunde beschlossen. Mit dem Projekt Trinity, für das eine Fabrik außerhalb des jetzigen Werksgeländes in Betracht gezogen wird, soll ein innovatives und wettbewerbsfähiges batterie-elektrisches und Level 4-fähiges Auto der nächsten Generation entstehen und gleichzeitig die Fertigung zukunftsfähig aufgestellt werden. Bis 2030 ist geplant, eine zweite moderne E-Fertigung auf dem jetzigen Werksgelände aufzubauen. Ergänzt wird der Standort durch das modernste Forschungs- und Entwicklungszentrum in Europa, den Campus Sandkamp.

CEO Herbert Diess: „In der Welt des NEW AUTO ändert sich unser Geschäftsmodell radikal – Volkswagen wandelt sich vom klassischen Automobilhersteller zum vertikal integrierten Konzern mit starken Markengruppen und weltweit führenden Technologieplattformen. Als traditioneller Stammsitz spielt Wolfsburg eine zentrale Rolle in der Transformation, nur wenn Wolfsburg erfolgreich ist, können wir unsere starke Position langfristig absichern. Mit der Vision für 2030 geben wir dem Standort Wolfsburg eine neue Identität. Unser Ziel ist ein international zukunftsfähiger Standort mit effizienter Konzernsteuerung, zwei E-Fertigungen, einem hoch modernen Forschungs- und Entwicklungszentrum und dem Auf- und Ausbau weiterer Zukunftsfelder.“


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