Wolfsburger erinnern eindrucksvoll an die Opfer des Holocaust

Bei einer Gedenkveranstaltung im Kulturzentrum Hallenbad zeigte vor allem auch junge Menschen, wie sie sich mit der Geschichte auseinadersetzen.

Ein Tanzbeitrag war Teil der Gedenkveranstaltung.
Ein Tanzbeitrag war Teil der Gedenkveranstaltung. | Foto: Stadt Wolfsburg

Wolfsburg. Eindrucksvoll haben Wolfsburger jetzt an die Opfer des Holocaust erinnert. Unter dem Leitgedanken "Wenn wir schweigen, heißt es, sie haben gewonnen" setzte die Gedenkveranstaltung im Kulturzentrum Hallenbad ein Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und Geschichtsvergessenheit.



Im Zentrum standen die Perspektiven junger Menschen, die sich kreativ und engagiert mit der NS-Vergangenheit auseinandersetzten. Das berichtet die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.

Künstlerische und inhaltliche Beiträge


Der Abend begann mit einem Markt der Möglichkeiten im Foyer, auf dem demokratische Initiativen aus Wolfsburg ihre Arbeit zeigten. Künstlerische und inhaltliche Beiträge kamen dazu: Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums beschäftigten sich mit Biografien verfolgter Frauen im Konzentrationslager – insbesondere mit dem Schicksal von Kitty Hart-Moxon.

Volkswagen-Auszubildende zeigten ein szenisches Spiel. Ein Tanzbeitrag nach der Choreografie Echad Mi Yodea der Batsheva Dance Company von Schülern der Realschule und des Gymnasiums in Fallersleben sowie Ausdruckstanz und ein Kurztheaterstück des Tanzenden Theaters Wolfsburg ergänzten das Programm. Christoph Heubner, Schriftsteller und Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, las aus eigenen Texten.

„Die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus ist kein Rückblick, sondern ein gesellschaftlicher Auftrag“, betont Oberbürgermeister Dennis Weilmann. „Gerade heute, wo antisemitische Tendenzen und menschenverachtende Ideologien wieder sichtbar werden, ist es umso wichtiger, Gesicht zu zeigen – für Demokratie, Vielfalt und Menschlichkeit. Wolfsburg steht klar gegen Hass und Ausgrenzung.“

„Ich traue jungen Menschen zu, unsere Geschichte auszuhalten – ohne fertige Antworten, aber mit der Chance ihre eigenen Fragen zu stellen und ihren eigenen Ausdruck zu finden – das haben wir heute Abend erlebt", so Stadträtin Iris Bothe.