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Zu viele Corona-Patienten: Gifhorner Klinikum verschiebt planbare OPs



Gifhorn

Zu viele Corona-Patienten: Gifhorner Klinikum verschiebt planbare OPs

Derzeit werden 27 Personen mit Covid im Gifhorner Krankenhaus behandelt.

Das Klinikum in Gifhorn. Archivbild
Das Klinikum in Gifhorn. Archivbild Foto: Sandra Zecchino

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Gifhorn. Durch die drastisch steigenden Covid-19-Fallzahlen im Landkreis Gifhorn sowie im Helios Klinikum Gifhorn werden vereinzelt nicht akute Eingriffe neu terminiert. Hierdurch sollen Intensivkapazitäten für Notfälle und Covid-19-Patienten freigehalten werden. Das teilt das Helios Klinikum Gifhorn in einer Pressemitteilung mit.



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Seit einigen Wochen habe das Helios Klinikum Gifhorn mit die höchste Intensivbettenauslastung in Niedersachsen. Momentan werden 17 Covid-19-Patienten auf der Normalstation behandelt, drei auf der Intermediate Care Station und sieben auf der Intensivstation. Um die Kapazitäten für dringende Notfälle und schwere Fälle einer Covid-19-Infektion freizuhalten, würden nun planbare Operationen teilweise verschoben. „Als Klinikum haben wir einen Versorgungsauftrag für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis. Um diesen ausnahmslos erfüllen zu können, müssen nun planbare Aufnahmen, Operationen und Eingriffe auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden“, erklärt Klinikgeschäftsführer Matthias Hahn.

Jeder Fall wird individuell entschieden



Eingriffe und Maßnahmen an Patienten werden dann verschoben, wenn nach medizinischer Einschätzung davon auszugehen ist, dass die Erkrankten in den kommenden Tagen oder Wochen ohne diese Versorgung auskommen können. Dabei handelt es sich jedoch nicht um alle geplanten Operationen. Die betroffenen Patienten werden persönlich von Mitarbeitern des Helios Klinikums Gifhorn kontaktiert. „Es gilt sicherzustellen, dass ein Bett, das für die Versorgung von Corona-Patienten gebraucht wird, nicht blockiert ist durch einen anderen Patienten, der nicht zwingend zum jetzigen Zeitpunkt hätte versorgt werden müssen. Jede Entscheidung über eine etwaige Aufschiebung wird jedoch individuell nach Einzelfall und immer vom behandelnden Arzt getroffen“, so Hahn weiter.

Alle verschobenen Eingriffe sollen so bald wie möglich nachgeholt werden. „Uns ist es wichtig, die Bürgerinnen und Bürger über die Situation in unserem Klinikum aufzuklären. Hiermit möchten wir keine Angst schüren, sondern lediglich informieren. Jede Art von Notfall kann und wird selbstverständlich weiterhin aufgenommen und behandelt“, sagt Matthias Hahn abschließend.


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