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Zweiter "Tag der Forschung" im paläon


Experimentalarchäologe Andreas Benke zeigt steinzeitliche Werkzeugherstellung. Foto: paläon
Experimentalarchäologe Andreas Benke zeigt steinzeitliche Werkzeugherstellung. Foto: paläon

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24.11.2016

Schöningen. Das Team vom paläon – Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere lädt zum zweiten „Tag der Forschung“ am Sonntag, 27. November 2016, von 11 Uhr bis 16 Uhr ein, teilt Astrid Elisat mit.


Als „Forschungs- und Erlebniszentrum“ lasse das paläon gemeinsam mit regionalen Einrichtungen die Besucher an diesem Tag Wissenschaften und Forschung hautnah erleben. Anna-Laura Krogmeier, Diplom-Restauratorin, werde den Besuchern einen Einblick in die Präparation von Tierknochen geben. "Wie sieht so ein Knochen nach 300.000 Jahren aus und welche Schritte müssen unternommen werden, damit dieser auch weitere Jahrhunderte in Archiv oder Ausstellungsvitrine übersteht." Die von der Restauratorin des paläon geleiteten Führungen in das Labor finden immer zur halben Stunde mit maximal zehn bis 15 Personen statt. Mit Hilfe von Versuchen wollen Schöniger Schüler den Besuchern zeigen, was sie zum Thema Wärmeisolation im Mammutfell herausgefunden haben. Die Schüler hätten sich über Monate mit den Fragen "War dem Mammut und dem Wollnashorn in der Warmzeit vor 300.000 Jahren etwa kalt? Warum gibt es diese Tiere nicht mehr?" beschäftigt und in Detailarbeit Modelle angefertigt, die das Alltagsleben in der Steinzeit und an einer weiteren wichtigen archäologischen Fundstelle der Region zeigen sollen: die Hünenburg bei Watenstedt. Außerdem würden Experten aus vier verschiedenen Forschungseinrichtungen am Tag der Forschung neue Ergebnisse und Funde der laufenden Grabung mit zahlreichen Hintergrundinformationen für die Besucher bereithalten. Alle könnten die Schöninger Säbelzahnkatze kennenlernen, mit Steinwerkzeugen experimentieren, Sedimentschichten datieren und die neuesten Sensationsfunde begutachten. Des Weiteren würden Vorträge zur Archäologie um 12 Uhr und um 14 Uhr auf die Besucher warten. Zu guter Letzt könnten sie das Labor des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege besichtigen und dort Insider-Einblicke in die Restaurierungsarbeit erlangen. Der Eintritt ins paläon kostet pro Person 12 Euro für Erwachsene und 8,50 Euro ermäßigt.


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