Braunschweig. Beim 38. Regionalwettbewerb Jugend forscht in Braunschweig präsentierten Jungforscher aus der Region am gestrigen Freitag ihre innovativen Projekte. Insgesamt 19 Teilnehmer qualifizierten sich für den Landeswettbewerb Niedersachsen. Das berichten Jugend forscht und die Braunschweigische Stiftung in einer gemeinsamen Pressemitteilung.
Über 90 Nachwuchswissenschaftler aus der Region stellten ihre Projekte in den Räumen der Braunschweigischen Landessparkasse (BLSK) vor und machten dem diesjährigen Motto „Maximale Perspektive“ alle Ehre. In der Wettbewerbssparte „Jugend forscht“ wurden 25 Projekte präsentiert, im Bereich „Jugend forscht junior“ gingen 36 Arbeiten ins Rennen. Eine Jury aus über 40 Fachleuten sichtete, prüfte und bewertete die Forschungsprojekte und zeichnete die herausragendsten von ihnen aus.
Innovative Ideen begeistern das Publikum
Die Teilnehmer beim Regionalwettbewerb in Braunschweig brachten auch dieses Jahr wieder die Besucher zum Staunen und überzeugten mit ihren vielseitigen Projekten. „Ich freue mich sehr, dass das diesjährige Motto ‚Maximale Perspektive‘ so beeindruckend umgesetzt wurde. Die Jungforscherinnen und Jungforscher zeigten durch ihre praxisnahen Fragestellungen sowie ihre innovativen Herangehensweisen eine enorme Bandbreite an zukunftsweisenden Ideen auf“, so Wettbewerbsleiterin Petra Aust.

Auch Braunschweigs Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum (Mitte kniend) überzeugte sich von den Forschungsergebnissen. Foto: Andreas Rudolph
In der Sparte „Jugend forscht junior“ überzeugte etwa die 14-jährige Hannah Grünig aus Wolfsburg vom Gymnasium Fallersleben mit ihrem Forschungsprojekt: „Der smarte Schulranzen“. Das Projekt aus dem Fachgebiet Arbeitswelten beschäftigt sich mit der Frage, wie verhindert werden kann, dass wichtige Schulmaterialien vergessen werden. Hierzu entwickelte Grünig einen smarten Schulranzen, der mithilfe von RFID-Technik erkennt, ob alle Gegenstände eingepackt worden sind. Über eine Website zeigt das System schließlich an, ob etwas im Ranzen fehlt.
Flux-Gate-Sensoren gebaut
Der 16-jährige Dominik Kultys und die 19-jährige Oleksandra Kompanets von der Hoffmann-von-Fallersleben Schule Braunschweig staubten in der Sparte „Jugend forscht“ im Fachgebiet Physik ab. Mit ihrem Projekt „3G-Magnetix“ haben sie ein günstiges und genaues geologisches Magnetometer entwickelt. Aus Wegwerfmaterialien haben sie sogenannte Flux-Gate-Sensoren gebaut, die empfindlich auf das Erdmagnetfeld reagieren. Mithilfe von selbstgeschriebenen Programmen und einer selbstgebauten elektronischen Schaltung haben die beiden ein Magnetometer erbaut, von dem sie sich eine Messgenauigkeit von bis zu 1 Nanotesla erhoffen.
Insgesamt schafften es 19 Teilnehmer mit 12 Projekten in die nächste Wettbewerbsrunde auf Landesebene und erhalten die Chance, sich für das Bundesfinale in Herzogenaurach zu qualifizieren. Das Landesfinale findet vom 16. bis 18. März in Clausthal-Zellerfeld, der Landeswettbewerb Jugend forscht junior vom 9. bis 11. April in Einbeck statt. Der Bundeswettbewerb Jugend forscht wird vom 28. bis 31. Mai in Herzogenaurach ausgetragen.
Hier findet man die Siegerliste
Jungforscher haben dort die Chance, sich mit den vielversprechendsten Nachwuchswissenschaftlern Deutschlands zu messen und ihre bahnbrechenden Forschungsideen einem breiteren Publikum vorzustellen. Die vollständigen Siegerlisten und weitere Informationen zum Wettbewerb findet man auf der Website der Braunschweigischen Stiftung unter www.die-braunschweigische.de. Einzelheiten zur Jury, den Preisen und allen Projekten können außerdem in der Wettbewerbsbroschüre nachgeschlagen werden.


