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154 Millionen für den ÖPNV - Regionalverband setzt beim Haushalt Schwerpunkte



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154 Millionen für den ÖPNV - Regionalverband setzt beim Haushalt Schwerpunkte

Unter anderem soll der ÖPNV im ländlichen Bereich ausgebaut werden. Auch eine weitere Modernisierung des Angebotes stehe auf der Agenda.

Am Bahnhof in Lebenstedt ist die Bushaltestelle bereits mit einer DFI-Anzeige ausgestattet. Auch dieses neue System stammt aus der Feder des Regionalverbandes Großraum Braunschweig.
Am Bahnhof in Lebenstedt ist die Bushaltestelle bereits mit einer DFI-Anzeige ausgestattet. Auch dieses neue System stammt aus der Feder des Regionalverbandes Großraum Braunschweig. Foto: Phil-Kevin Lux

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Region. In seiner, erstmals hybrid durchgeführten Sitzung, hat die Verbandsversammlung am vergangenen Donnerstagabend den Haushalt 2021 des Regionalverbands Großraum Braunschweig mit einem Gesamtvolumen von 154 Millionen Euro beschlossen. Allein 147 Millionen Euro - fast 95 Prozent - sollen in den Nahverkehr fließen. Hier stehen die Verkehrsangebote auf Schiene und Straße, Investitionen in die Infrastruktur und Verbesserungen in Service und Qualität im Vordergrund. Aber auch innovative Projekte und Ansätze kämen nicht zu kurz. Hierüber informiert der Regionalverband in einer Pressemitteilung.



„Uns ist es wichtig, vor allem auch unsere Kommunen bei Nahverkehrsprojekten direkt oder über unsere Förderprogramme zu unterstützen“, so Tanke weiter. Als Beispiel nennt er die Ko-Finanzierungsmittel des Regionalverbands im Umfang von 2,5 Millionen Euro für etwa den barrierefreien Aus- und Umbau von Haltestellen. „Mit diesen Zuschussmitteln des Regionalverbands werden bei den Kommunen Investitionen in einem Umfang von etwa 20 Millionen Euro mit ausgelöst. „Gerade in Zeiten der Pandemie auch ein wichtiger Beitrag zur Belebung der örtlichen Bauwirtschaft“, hebt Verbandsdirektor Ralf Sygusch hervor.

Ralf Sygusch, Verbandsdirektor des Regionalverbandes Großraum Braunschweig
Ralf Sygusch, Verbandsdirektor des Regionalverbandes Großraum Braunschweig Foto: Marvin König




Mehr ÖPNV in der Stadt und auf dem Land


Beim Ausbau von Verkehrsstationen wie dem Bahnhof Gliesmarode in Braunschweig, engagiert sich der Regionalverband auch 2021 sehr stark und leistet so in Kooperation mit den Kommunen auch in diesem Punkt einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende.
Überhaupt spielten für den Regionalverband auch 2021 Kooperationen mit den Partnern in der Region eine große Rolle. So wolle der Regionalverband beispielsweise zusammen mit den Verbandsgliedern, den Kommunen und den Verkehrsunternehmen in das Projekt flexible Bedienformen einsteigen. „Wir haben im Haushalt 2021 rund 4,4 Millionen Euro für die Beschaffung von Kleinbussen und weitere Mittel für den Betrieb vorgesehen. Ziel ist es, dieses neue flexible Angebot, gerade auch im ländlichen Bereich auf seine Wirkung und Akzeptanz zu testen und so die Menschen noch mehr zum Umstieg auf den ÖPNV zu bewegen“, führt Sygusch aus. Der Regionalverband gehe dabei von einer Förderung durch das Land Niedersachsen aus.

Ausbau der Weddeler Schleife


Besonders liege Tanke der Ausbau der Weddeler Schleife am Herzen. „Ich bin froh, dass nach all den Jahren nun alle Beteiligten an einem Strang ziehen, die Gesamtfinanzierung gesichert ist und das wichtigste Infrastrukturprojekt für diese Region nun bald begonnen werden kann“, so Tanke erleichtert. Für dieses Projekt habe der Regionalverband in seiner aktuellen mittelfristigen Finanzplanung einen Finanzierungsanteil von rd. 8,5 Millionen Euro eingeplant.

Ein modernes Angebot


Einen weiteren Schwerpunkt bilden für den Regionalverband innovative Projekte. „Wenn wir die Menschen zum Umstieg auf den ÖPNV bringen wollen, brauchen wir zeitgemäße moderne Angebote“, weiß Sygusch. Als Beispiel nennt er das Echtzeitinformationssystem verbunden mit der Ausstattung der Haltepunkte mit entsprechenden Displays. „Hierüber werden die Fahrgäste in Echtzeit über Fahrzeiten und Verspätungen informiert“, so Sygusch.

Im Bereich der Regionalentwicklung stehen weiterhin die Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) mit all seinen Facetten auf der Agenda. Aber auch hier will der Regionalverband innovative Projekte voranbringen. So soll in 2021 zusammen mit den Verbandsgliedern und den Kommunen eine Vorstudie zum Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben „Grüne Infrastruktur im Großraum Braunschweig“ auf den Weg gebracht werden. Sygusch: „Ziel ist es, bestehende regionale Freiräume erlebbarer und nutzbarer zu machen. Für dieses Projekt haben wir Mittel im Haus- halt 2021 und darüber hinaus vorgesehen“.


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