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Zu viele Feuerwehren - Ortswehren sollen sich freiwillig zusammenschließen



Salzgitter

Zu viele Feuerwehren - Ortswehren sollen sich freiwillig zusammenschließen

Die Gebäudesubstanz für die 29 Liegenschaften der Ortsfeuerwehren sei zu einem großen Teil renovierungs- oder sanierungsbedürftig. Auch das Thema Zusammenschlüsse stand in der gestrigen Ratssitzung im Raum.

von Julia Fricke


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Kai Baltzer

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Salzgitter. Schon im Juni 2018 wurde die Verwaltung durch den Rat der Stadt Salzgitter beauftragt die Erstellung einer Ist-Analyse des Feuerwehrwesens durchführen zu lassen. Die Ergebnisse liegen nun vor. So sei das Zusammenwirken zwischen Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr für ein intaktes Löschwesen nötig, sinnhaft und bedarfsgerecht. Dennoch seien die 29 Liegenschaften der Ortsfeuerwehren nicht zwingend notwendig. Zudem sei die Gebäudesubstanz für die 29 Liegenschaften der Ortsfeuerwehren zu einem großen Teil renovierungs- oder sanierungsbedürftig. Da die Feuerwehren jedoch historisch gewachsen und einen wichtigen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in den einzelnen Stadtteilen darstellen, empfehle die Verwaltung Zusammenschlüsse von Feuerwehren nur auf ausdrücklich freiwilliger Basis durchführen zu lassen, wie aus der Mitteilungsvorlage hervorgeht.



Hermann Fleischer (Die Linke) sieht eine Zusammenlegung der kleineren Feuerwehren kritisch. So sei diese nicht nur aufgrund der Struktur von Salzgitter schwierig, auch die Arbeitsplätze der Feuerwehrleute seien häufig weiter entfernt. Zudem hätten die Feuerwehren in den Orten eine große Bedeutung. Für die FDP sei die Analyse als eine Diskussionsgrundlage zu sehen, so Ralf Ludwig. "Die Freiwilligen Feuerwehren sind ein wichtiger Bestandteil im Stadtgebiet und müssen weiterhin unterstützt werden." Einen Zusammenschluss werde die FDP nicht unterstützen.

Aus Sicht der Verwaltung sei ein tragfähiges Sanierungskonzept unter Beteiligung der Freiwilligen Feuerwehr zu erstellen. Die Verwaltung gebe die in dem Gutachten aufgeworfenen Feststellungen zur weiteren Vorbereitung von Entscheidungen in Arbeitsgruppen, besetzt aus Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr, temporär ergänzt um die Werkfeuerwehren, um bis Jahresende 2021 Beschlussvorlagen für die Politik zur weiteren Entwicklung des Feuerwehrwesens in Salzgitter zu erstellen.


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