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A2 nach LKW-Crash wieder frei - Wie gefährlich war der Stoff wirklich?

Am gestrigen Dienstag schätzte die Polizei noch, dass die Aufräumarbeiten mindestens bis Donnerstag dauern würden - unter Vollsperrung. Doch seit dem heutigen Mittwochmorgen ist die A2 wieder befahrbar.

von Marvin König


Der LKW hat Carbonatgranulat auf der Fahrbahn verteilt.
Der LKW hat Carbonatgranulat auf der Fahrbahn verteilt. Foto: aktuell24(BM)

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24.06.2020

Lehre. Nach einem Unfall zwischen drei LKW musste die A2 in Fahrtrichtung Hannover auf Höhe des Rastplatzes Essehof am gestrigen Dienstagmorgen voll gesperrt werden. Durch den verteilten Feinstaub musste die Fahrbahn auf 500 Quadratmetern aufwändig gereinigt werden, wie es am Dienstag noch hieß, sollte dies mindestens bis Donnerstag dauern. Nun ging alles ganz schnell - seit Mittwochmorgen ist die Autobahn wieder frei. Weiterhin informiert die Feuerwehr, wie die Gefahrgutmeldung zustande kam und welche Gefahr durch das ausgetretene Carbongranulat wirklich bestand.



Ein Sprecher der Autobahnpolizei freut sich: "Wenn diese Firmen kurzfristig zur Verfügung stehen und super Mitarbeiter haben, dann geht sowas unter Umständen relativ schnell. Die Arbeiten konnten zügig abgeschlossen werden, weshalb seit heute Morgen alles wieder frei ist."

Wie groß war die Gefahr wirklich?


Die Leitstelle Wolfsburg-Helmstedt gab nach dem Unfall auf Anweisung des Kreisbrandmeisters und des Einsatzleiters über die Warn-App Nina und den Rundfunk eine Warnung aufgrund des extrem gesundheitsschädlichen Feinstaubes aus, der durch die gewaltsame Freisetzung von etlichen Tonnen Carbongranulat durch die Luft flog. Die Feuerwehr habe sich zunächst beim Hersteller des Stoffes, sowie beim Spediteur und anderen beteiligten Unternehmen informieren müssen. Demnach sei der Stoff als Staub explosionsfähig. Der Kontakt mit den Schleimhäuten, der Haut oder gar das Einatmen sollten auf jeden Fall verhindert werden.

Die Gefahrenmeldung über die Warn-App Nina und den Rundfunk erklärt die Feuerwehr die folgt: "Wie wir erfahren haben, hat das in der Bevölkerung teilweise zu Verunsicherungen geführt", so Feuerwehrsprecher Rainer Madsack. Die Feuerwehr betont, dass für die Bevölkerung in den umliegenden Ortschaften keine reale Gefahr bestanden habe, dass es bei solchen Einsatzlagen aber der Standard sei lieber frühzeitig zu warnen, anstatt zu spät. "Wichtig war die Meldung aber zum Beispiel für den Fahrzeugverkehr auf der Gegenfahrbahn, welcher weiterhin geflossen ist", ergänzt Madsack dazu.

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