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Abiturumstellung von G8 auf G9 - SPD fordert Antworten


Die Umstellung von G8 auf G9 birgt Probleme. Symbolfoto: Stadt Salzgitter
Die Umstellung von G8 auf G9 birgt Probleme. Symbolfoto: Stadt Salzgitter Foto: Stadt Salzgitter

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03.03.2017

Salzgitter. Zur geplanten Abiturumstellung von G8 auf G9, statt der bisherigen zwölf sollen wieder dreizehn Jahre zum Abitur führen, richtete die SPD-Ratsfraktion diverse Fragen an den Ausschuss für Bildung und Kultur.


Für ihre Anfrage gibt die SPD folgenden Sachverhalt an: „Aufgrund der anstehenden Umstellung an den Gymnasien in Niedersachsen von G8 auf G9 wird es im Jahr 2019 die letzte Abiturprüfung nach G8 geben. Im Jahr 2020 wird es keinen regulären Abiturjahrgang geben, sondern erst im Jahr 2021 mit den Schülerinnen und Schülern, die sich jetzt im neunten Jahrgang befinden. Das hat zur Folge, dass die Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2016/17 die zehnte Klasse besuchen, ausführlich über die Folgen der Umstellung beraten werden müssen. Das gilt insbesondere für die Schülergruppe, bei der nicht sichergestellt ist, dass sie das Abitur erfolgreich im ersten Anlauf bestehen wird, denn es gibt keinen folgenden Jahrgang darunter, der dann im Folgejahr Abitur macht.“

Daher ergäben sich für die Fraktion fünf Fragen, die von der Verwaltung beantwortet wurden:


Frage 1:
Ist in Salzgitter ein Standort an einem Gymnasium geplant für Schülerinnen und Schüler, die einen Zwischenjahrgang benötigen? Wenn nein, warum nicht?

Antwort der Verwaltung:


In Salzgitter ist an keinem Gymnasium zum Schuljahr 2017/2018 die Einrichtung von Lerngruppen als Einführungsphase geplant. Die Entscheidung zur Einrichtung dieser Zwischenlösung obliegt dem Nieders. Kultusministerium (MK). Das MK sieht aufgrund des Schüleraufkommens keine Notwendigkeit dieses Zusatzangebot an den Gymnasien der Stadt Salzgitter einzurichten.

Schülerinnen und Schüler, die im unter G8-Bedingungen im ersten Anlauf das Abitur im Jahr 2019 nicht bestehen, können die Reifeprüfung an der IGS oder am Beruflichen Gymnasium im Folgejahr ablegen.
Weiter wird davon ausgegangen, dass insbesondere Schülerinnen und Schüler mit einem Erweitertem Sekundarabschluss I, die auf ein Gymnasium wechseln wollen, dies auch ab Schuljahr 2017/2018 durch den Besuch der IGS Salzgitter oder die beiden berufsbildenden Schulen realisieren können.


Frage 2:
Haben sich die drei Gymnasien mit der Problematik der Umstellung bereits befasst und darauf entsprechend vorbereitet?

Antwort der Verwaltung:



Das Gymnasium Am Fredenberg und das Gymnasium SZ-Bad haben sich mit dem Sachverhalt bereits intensiv befasst und die betroffenen Schülerinnen und Schüler sowie deren Erziehungsberechtigten entsprechend informiert (einschl. der sich ergebenden Konsequenzen beim Nichtbestehen des Abiturs im ersten Anlauf). Das Kranich-Gymnasium hat bis zur Erstellung dieser Anfragenbeantwortung keine Stellungnahme abgegeben.


Frage 3:
Gibt es - außer dem Gymnasium Kleine Burg in Braunschweig - weitere Gymnasien in der Region, die einen Zwischenjahrgang anbieten?

Antwort der Verwaltung:



In Niedersachsen werden zum Schuljahr 2017/2018 insgesamt nur an 25 Schulstandorten entsprechende Lerngruppen eingerichtet. Für den Bereich der Regionalabteilung Braunschweig der Nieders. Landesschulbehörde (NLSchB) wurden 3 Standorte ausgewählt und zwar:
Gymnasium Kleine Burg (Stadt Braunschweig)
Gymnasium Julianum (Landkreis Helmstedt)
Albert-Schweitzer-Gymnasium (Stadt Wolfsburg).


Frage 4:
Wie werden die Eltern der betroffenen Schülerinnen und Schüler informiert?

Antwort der Verwaltung:



Das Gymnasium Am Fredenberg und das Gymnasium SZ-Bad haben die Erziehungsberechtigten der betroffenen Schülerinnen und Schüler bereits in vielfältiger Art und Weise unterrichtet. Dies erfolgte durch
- Informationsabende
- Informationsveranstaltungen
- Hinweise bei den Elternsprechtagen
- Elternbriefe


Frage 5:
Sind die Integrierte Gesamtschule und die beiden Beruflichen Gymnasien an den Berufsbildenden Schulen darauf vorbereitet, dass sie in den Jahrgängen ab Klasse 11 mehr Schülerinnen und Schüler bekommen werden?

Antwort der Verwaltung:



Anknüpfend an die Beantwortung zu Frage 1 gehen Verwaltung und die in der Fragestellung genannten Schulen davon aus, dass sich im Schuljahr 2017/2018 die Schülerzahl (Jahrgang 11) nicht drastisch erhöhen wird.
Die Ludwig-Erhard-Schule rechnet nicht mit einer Schülerzunahme; könnte aber im begrenzten Umfang unter Berücksichtigung der optimierungsbedürftigen Lehrer-versorgung noch zusätzliche Schülerinnen und Schüler aufnehmen.
Die BBS Fredenberg und die IGS Salzgitter berichten, dass die Aufnahme zusätzlicher Schüler im Jahrgang 11 problemlos gewährleistet ist.



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