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Am Bedarf vorbei? AfD fordert Initiative "Gifhorn schwimmt"

von Sandra Zecchino


Die Kapazität der Allerwelle ist ausgeschöpft, es können keine weiteren Schwimmkurse angeboten werden. Foto: pixabay
Die Kapazität der Allerwelle ist ausgeschöpft, es können keine weiteren Schwimmkurse angeboten werden. Foto: pixabay Foto: Pixabay

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01.08.2017

Gifhorn. Die AfD beantragt im Rat der Stadt Gifhorn die Planung und Durchführung eines Schwimmkurses für Grundschüler. Daraufhin fragte regionalHeute.de bei der Allerwelle und verschiedenen Grundschulen nach, wie die Umsetzung des Schwimmunterrichts aktuell aussieht.



Zusammengefasst beinhaltet der Antrag der AfD, dass ermittelt werden solle, wie viele Kinder der Einschulungsjahrgänge 2014 bis 2017 nicht sicher schwimmen können, beziehungsweise noch kein Schwimmabzeichen erworben haben. Daraufhin soll nach den Vorstellungen der AfD-Fraktion eine Kooperation geschlossen werden, um Schwimmunterricht anzubieten. Das solle in einem einmaligen Schwimmkurs geschehen, für den das Zeitfenster zwischen den Herbstferien und den Weihnachtsferien 2017 vorgeschlagen wird.

Schwimmunterricht in der Grundschule


Das Niedersächsische Kultusministerium legt eindeutig fest, dass jeder Schüler am Ende der vierten Klasse "mindestens fünf Minuten sicher in einer beliebigen Schwimmlage vorwärts oder rückwärts in tiefen Wasser schwimmen" können muss. In welcher Jahrgangsstufe diese Fähigkeiten vermittelt werden, wird dabei der Schule überlassen.

So lernen in der Immanuelschule in Gifhorn die Schüler in der ersten und zweiten Klasse das Schwimmen. Die Schwimmkurse werde in Gruppen mit maximal 18 Schülern und zwei Lehrkräften durchgeführt.

In der Adam Riese Grundschule wird der Schwimmunterricht ebenfalls durch zwei Lehrkräfte erteilt. "Der Unterricht findet vorrangig für Schüler der vierten Klassen statt, die noch kein Bronzeabzeichen erreicht haben", erklärt Schwimmlehrerin ​Ilona Frech-Rinker Schwimmlehrkraft. Allerdings gäbe es immer wieder Schüler, die noch keine Schwimmerfahrungen hätten, weshalb neben der Abnahme des Abzeichens auch ein Anfängerschwimmen durchgeführt werde. "Im Schuljahr 2016/17 haben auch bereits Kinder aus den dritten Klassen am Schwimmunterricht teilgenommen, da wir mit den Kindern aus den vierten Klassen gut voran kamen," fasst Frech-Rinker das letzte Schuljahr zusammen. "57 Schülerinnen der Adam-Riese-Schule haben im letzten Schuljahr das Bronzezeichen im schuleigenen Unterricht erreicht."

Allerwelle am Kapazitätslimit


In der Allerwelle in Gifhorn finden zusätzlich Schwimmlernkurse statt. Wie Bernd Jendro, Geschäftsführer der Parkraum- und Schwimmbadgesellschaft Stadt Gifhorn mbH, im Gespräch mit regionalHeute berichtet, haben 2016 insgesamt 38 Kurse für Kinder zwischen sechs und neun Jahren stattgefunden, die von der Allerwelle veranstaltet wurden. Dabei hätten 352 Kinder das Schwimmen gelernt. Dazu kämen noch die Kurse, die von weiteren Veranstaltern durchgeführt werden.

Mehr ginge einfach nicht. "Die Kapazität ist ausgeschöpft", beschreibt Jendro die aktuelle Situation in der Allerwelle. "Die Beckenbelegung ist am Limit."


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