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Anträge: Stadt soll Schulküche bauen, Kreis soll auf ZGB einwirken



Anträge: Stadt soll Schulküche bauen, Kreis soll auf ZGB einwirken

von Thorsten Raedlein


Foto: Anke Donner)




Wolfenbüttel. Der Bau einer eigenen Schulküche für die Mensen der Schulen in städtischer Verantwortung schweben dem Lehrer- und Schulleitervertreter im Schulausschuss vor. In der heutigen Schulausschuss-Sitzung wurde der Antrag behandelt.

In den vergangene Jahren habe die Stadt, so Lehrervertreter Bothe in seiner Begründung, an vielen Schulen im Rahmen der Ganztagsschulen Mensen errichtet, die von unterschiedlichen Zulieferern versorgt werden. Um einen einheitlichen Qualitätsstandard zu gewährleisten, der sich am "Göttinger Modell" orientiere, sei es sinnvoll, dass die Schulen zentral von einer Schulküche mit Mittagesen versorgt würden. Die Stadt als Schulträger könne so nachhaltig die Qualität und den Preis des Schulessens garantieren. "Wir können so auch den ,Flickenteppich' loswerden.



Bürgermeister Thomas Pink bat darum, bei den Schulleitern zu erfragen, ob dies überhaupt gewünscht sei. Auch Rudolf Ordon hinterfragte dies. Von Seiten der Elternvertreter wurde Zustimmung angekündigt, allerdings werde noch eine Abstimmung erfolgen. Dörthe Weddige-Degenhard hatte Bedenken, dass der Betrieb der Schulküche durch die Stadt nicht einfach zu realisieren sei.


Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung die Kosten zu ermitteln, bei den Schulen eine Stellungnahme einzuholen und die rechtlichen Aspekte zu prüfen.

Ein weiterer Antrag, mit dem sich der Ausschuss beschäftigte, wurde von Rudolf Ordon eingereicht. Der FDP-Vertreter bittet darin den Rat um Beschluss den Landkreis als Träger des Schülerverkehrs aufzufordern, beim ZGB darauf einzuwirken, dass sich für Schüler, die mit der Bahn von Schöppenstedt nach Wolfenbüttel fahren, der Schulweg durch den vorgesehenen Fahrplanwechsel nicht verlängert.

Nach den bisher bekannten Planungen solle die Zugverbindung um 6.54 Uhr ab Schöppenstedt entfallen, so dass die Schüler auf den Zug um 6.35 Uhr ausweichen müssen. Diese zeitliche Verlängerung des Schulweges solle der Rat der Stadt ablehnen, da sie für die Schüler unzumutbar sei und sie außerdem die Attraktivität des Schulstandortes Wolfenbüttel für Schüler aus der Region Schöppenstedt gefährde.


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