Asse - SPD-Chef Weil: "Die Fässer müssen raus"

von jd




Der Vorsitzende der niedersächsischen SPD und Spitzenkandidat für die Landtagswahl Stephan Weil hat am Mittwoch die Schachtanlage Asse II besichtigt. "Beeindruckend und beklemmend" sei der Eindruck, den dieses Erlebnis bei ihm hinterlassen hat, sagte er im Anschluss daran in einer Pressekonferenz. "Wenn man vor diesen Kammern steht und nicht weiß, was drin ist, wenn man diese großen Mengen Wasser sieht, dann gibt mir das ein ungefähres Gefühl, wie ernst die Lage ist", sagte Weil.

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Wichtig sei vor allem, dass die Fässer so schnell wie möglich aus der Anlage geborgen werden. Dafür müssten Land und Bund schnellstmöglich die gesetzlichen Voraussetzungen schaffen, forderte der SPD-Chef. Er sei sich sicher, dass die zuständigen Behörden nicht so schnell arbeiten, wie sie möglicherweise könnten, doch er glaubt, dass das keine böse Absicht ist. Die Rechtsgrundlagen seien noch nie zuvor für ein solches Vorhaben angewandt worden. "Außerdem wird im Moment sehr sorgfältig gearbeitet", sagte Weil. Die Menge an Sorgfalt sei heute umgekehrt proportional zu der Menge an Sorgfalt bei der Einlagerung, und das brauche Zeit.[image=5e1764d4785549ede64cd161]

Einen Entschädigungsfonds hält auch Stephan Weil für eine gute Idee, "aber ich bin auch für die richtige Schrittfolge: Wir sollten mit so etwas nicht von der Rückholung ablenken. Alle Beteiligten sollten sich zunächst auf diese Frage konzentrieren."

[image=5e1764d4785549ede64cd162]Was passieren soll, wenn die Fässer eines Tages aus der Asse geborgen sein werden, konnte auch Weil nicht beantworten: "Erst wenn man weiß, was in den Fässern ist, kann man auch sagen, wo der Inhalt gelagert werden soll." Der Wolfenbütteler Landtagsabgeordnete Marcus Bosse (SPD) sagte: "Es liegt überall sicherer als da unten, sogar hier oben. Aber das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) sucht nach einem Lagerort."

Einig waren sich die Gastgeber Falk Hensel und Marcus Bosse mit ihrem Gast aus Hannover bei der Frage, wann die Arbeiten zur Rückholung beginnen sollen, wann also die erste Kammer angebohrt werden soll: "Hoffentlich noch dieses Jahr."

Weil sagte zu, noch vor dem Landtagswahlkampf eine öffentliche Veranstaltung zum Thema Asse zu besuchen, um nach dem Besuch unter Tage auch die Bevölkerung zu hören.

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